Die Spielverderber oder Das Erbe der Narren

Eine komische Tragödie in fünf Akten von Michael Ende   7D 5H 1Dek

U: Frankfurt am Main, Städtische Bühnen, 17.05.1967

Eine Erbschaft vereinigt eine unangenehme Gesellschaft von Egoisten und Intriganten im eigentümlichen Labyrinth des Hauses des Verstorbenen. Jeder kämpft gegen jeden – und dabei hätte nur eine gemeinsame Solidarität das Erbe gerettet. Durch ihr egozentrisches Handeln steigern sich die Menschen in einen Rausch des Untergangs hinein ...

Hochdeutsch

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Personen:
DR. LEO ARMINIUS, ein Notar
ANTON BULDT, ein alter Diener
EGON S. GERYON, Direktor einer Versicherung
ELSBETH GERYON, dessen Gattin
NINIVE GERYON, Tochter der beiden
SEBASTIAN NOTHAFT, ein junger Mann
ALEXANDRA VON XANADU, Dompteuse
GENERAL MARKUS SCHWELER
KLARA DUNKELSTERN, eine Lehrerin
PAULA OLM, ein Spülmädchen
ANNA FENRIS, eine blinde alte Bäuerin
JAKOB NEBEL, ein Zuchthäusler

Ist die Uraufführung des Stückes schon einige Jahrzehnte her, so hat es zu keiner Zeit an Aktualität verloren. Denn die wichtige Frage nach Solidarität und Mitmenschlichkeit in einer Gesellschaft stellt sich fast täglich neu. Sehr oft beschäftigen sich Schultheatergruppen mit dieser wichtigen Thematik, so im letzten Jahr zum Beispiel die Gymnasien Alzey und St. Pius in Coesfeld, oder auch die Waldorfschule Chemnitz. Dort wurde die finstere Entwicklung der Gemeinschaft „auf anschauliche Weise von den jungen Schauspielern auf die Bühne gebracht“ (Blick Chemnitz; 18.03.2015). Doch auch jenseits von Bildungseinrichtungen zeigen Bühnen dieses bedeutende Stück. Der Verein Zeller Kultur aus Radolfzell zum Beispiel legte damit im April und Mai 2015 einige vielbeklatsche Aufführungen hin. „Der Tanz um das goldene Kalb konnte vor ausverkauftem Haus beginnen und wurde dem Publikum auf beeindruckende Weise vermittelt. Intensiv wurden die Zuschauer in die Handlung gezogen. … Das Publikum war fasziniert“, war im Südkurier (13.04.2015) zu lesen. „Trotz der relativ langen Spieldauer kommt keine Langeweile auf. Vielmehr ist der Zuschauer gespannt auf jede neue Wendung dieser menschlichen Versuchsanordnung“, berichtete das Wochenblatt Radolfzell (22.04.2015). Zu sehen war die meisterliche Groteske, die man im Leben mindestens einmal gesehen oder gespielt haben sollte, auch im Bremer Statt-Theater Vegesack. Die Spielverderber oder Das Erbe der Narren , Märchen und Kinderstücke 2016 15.03.2016

Als düsteres Gleichnis voll opulenter Phantasie präsentiert sich Michael Endes „komische Tragödie“, wie er das Stück selbst bezeichnete. Und in der Tat tauchen recht skurrile, sehr unterschiedliche Personen bei diesem Erbschaftsstreit auf, zum Beispiel ein ehemaliger Zuchthäusler, ein einfältiges Küchenmädchen, eine impulsive Dompteurin oder eine blinde Bäuerin. Das Gemäuer, in dem sich die Anwesenden gegenseitig beharken, ist zunehmend im Verfall begriffen. Den Zusammenhang jedoch vermag niemand von ihnen zu erkennen … Das tragikomische Stück warnt in eindrücklichen Bildern vor einem rein an materiellen Werten orientierten Weltverständnis. Bereits 1967 sorgte die Aufführung dieser „commedia infernale“ für viel Aufsehen. Bis heute ist das Interesse ungebrochen. Oft sind es Bildungseinrichtungen wie Schulen, die das Stück zur Aufführung bringen, doch auch im Abendspielplan verschiedener Bühnen taucht es immer wieder auf: So zuletzt zum Beispiel beim Weilheimer Kellertheater, das „Die Spielverderber“ als „eine Mischung aus Krimi und Tragödie, zudem … Mixtur aus schwarzhumorigem Grusel und absurdem Theater“ (Merkur.de; 22.11.2016) inszenierte und viel Applaus vom begeisterten, vornehmlich erwachsenen Publikum erntete. „Dieses geradezu genial-absurde Rätsel sollte man sich vom Kellertheater live vor Augen und Ohren führen lassen“, empfahl der Merkur online (merkur.de; 22.11.2016). Die Spielverderber oder Das Erbe der Narren , Märchen und Kinderstücke 2017 06.03.2017

„Das Ränkespiel der Egozentriker“ (General-Anzeiger; 06.02.2018): Eine Erbschaft vereinigt eine unangenehme Gesellschaft von Egoisten und Intriganten im eigentümlichen Labyrinth des Hauses des Verstorbenen. Jeder kämpft gegen jeden – und dabei hätte nur eine gemeinsame Solidarität das Erbe gerettet. Durch ihr egozentrisches Handeln steigern sich die Menschen in einen Rausch des Untergangs hinein … Als düsteres Gleichnis voll opulenter Phantasie präsentiert sich Michael Endes „komische Tragödie“, wie er das Stück selbst bezeichnete. Und in der Tat tauchen recht skurrile, sehr unterschiedliche Personen bei diesem Erbschaftsstreit auf, zum Beispiel ein ehemaliger Zuchthäusler, ein einfältiges Küchenmädchen, eine impulsive Dompteurin oder eine blinde Bäuerin. Das Gemäuer, in dem sich die Anwesenden gegenseitig beharken, ist zunehmend im Verfall begriffen. Den Zusammenhang jedoch vermag niemand von ihnen rechtzeitig zu erkennen … Das tragikomische Stück warnt in eindrücklichen Bildern vor einem rein an materiellen Werten orientierten Weltverständnis. Bereits 1967 sorgte die Aufführung dieser „commedia infernale“ für viel Aufsehen. Bis heute ist das Interesse ungebrochen. Oft sind es Bildungseinrichtungen wie Schulen, die das Stück zur Aufführung bringen, doch auch im Abendspielplan verschiedener Bühnen taucht es immer wieder auf. Im vergangenen Jahr eroberten „Die Spielverderber“ die Bühnen des Gymnasiums Christian Ernestinum in Bayreuth, des Internates Schloss Rohlstorf, der Gruppe „In Fraxino Vallium“ aus Kupferzell und der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter. Aus Alfter hieß es: „Alanus-Studenten begeistern ihr Publikum … Die Inszenierung … war ein rasantes Spektakel.“ (General-Anzeiger; 06.02.2018) Regisseur Michael Schwarzmann betonte der Zeitung gegenüber nicht zuletzt, „das Stück sei heutzutage aktueller denn je“ (ebda.) Die Spielverderber oder Das Erbe der Narren , Märchen und Kinderstücke 2019 18.02.2019

„Eine meisterhafte Groteske“ (Südwest-Presse; 21.11.2012 / Theatergruppe des Kultur- und Touristikvereins Wüstenrot): Zwölf einander gänzlich unbekannte Menschen treffen sich voll hoher Erwartungen in einem Palast. Dort sollen sie nämlich alle ein verheißungsvolles Erbe antreten. Zuvor aber gilt es, gemeinsam ein Rätsel zu lösen. Doch die Aufgabe scheint unmöglich, schon kämpft jeder nur für seinen eigenen Vorteil. Misstrauen, Intrigen, Gier und blanker Egoismus machen sich breit. Je mehr sich die Situation zuspitzt, desto mehr verfällt der glänzende Palast zu einer gefährlichen Ruine … Das erste Theaterstück des erfolgreichen Autors „leuchtet menschliche Abgründe so geballt und schonungslos aus“ (Miesbach / Junge Bühne) wie kaum ein anderes. Ende selbst bezeichnet es als eine „metaphysische Metapher, in der das verfallende Schloss sinnbildlich für die Welt steht“ (Südkurier; 08.02.2006 / Friedrich Wöhler Gymnasium, Singen). Auch wenn das Stück schon im Jahr 1967 entstand, hat es an Aktualität und Gewicht in keinster Weise eingebüßt. Die wichtige Frage, wohin eine Gesellschaft driftet, die nicht solidarisch handelt und in der jeder nur auf seinen eigenen Profit schielt, sollte jeden etwas angehen. Michael Ende „hält der Gesellschaft genial einen Spiegel vor“ (Haller Tagblatt; 23.01.2013 / Theatergruppe des Kultur- und Touristikvereins Wüstenrot). Und das auf wunderbar unterhaltsame, tiefsinnige Art, „ohne erhobenen Zeigefinger, und doch auf den Punkt gebracht“ (Südkurier; 08.02.2006). Kein Wunder, dass sich oft Bildungsorte wie Schulen dieser wichtigen und gelungenen Zeitkritik annehmen, zuletzt zum Beispiel in Bielefeld, Wilhelmsdorf, Cottbus, Niederkassel oder Stade. Die Spielverderber oder Das Erbe der Narren , Theater macht Schule 07.05.2013

Bei der gelungenen Inszenierung der Theatergruppe des Kultur- und Touristikvereins Wüstenrot erntete man für dieses Stück zu Recht „langanhaltenden Beifall“ (Südwest Presse; 21.11.2013). Die Spielverderber oder Das Erbe der Narren , Märchen und Kinderstücke 2014 11.02.2014

09.04.21   Convenartis   97877 Wertheim  Premiere

10.04.21   Convenartis   97877 Wertheim 

16.04.21   Convenartis   97877 Wertheim 

17.04.21   Convenartis   97877 Wertheim 

01.10.20   Lampenfieber   80333 München Premiere

17.09.20   Freie Waldorfschule am Bodensee   88662 Überlingen Premiere

05.09.20   Volkstheater Wädenswil   CH-8820 Wädenswil Premiere

26.10.18   Freien Waldorfschule Augsburg   86169 Augsburg Premiere

13.07.18   In Fraxino Vallium   74635 Kupferzell Premiere

05.07.18   Gymnasium Christian-Ernestinum   95447 Bayreuth Premiere

25.06.18   Annette von Rantzau Gemeinschaftsschule   23821 Rohlstorf Premiere

02.02.18   Alanus Hochschule gGmbH   53347 Alfter Premiere

19.05.17   Städtisches Gymnasium Bergkamen   59192 Bergkamen Premiere

18.11.16   Weilheimer Kellertheater   82362 Weilheim Premiere

24.06.16   Freie Waldorfschule Sankt Augustin   53757 St. Augustin Premiere

28.04.16   KHG Würzburg - Theater AK Valerio e.V.   97070 Würzburg Premiere

26.01.16   Hermann-Staudinger-Gymnasium   63906 Erlenbach a. Main Premiere