Dat Leven geiht wieder

(Das Leben geht weiter)

Ein Spiel von der See in drei Akten von Klaas Smelik. Aus dem Holländischen übertragen und für die deutsche Bühne bearbeitet von Peter Pflug. Niederdeutsch von Gerd Meier   3D 8H 1Dek

Auf dem Frachter „Wilhelmine von Appen“ soll die nächste Fahrt gleich losgehen. Kapitän Reimers hat eben noch den richtigen Steuermann angeheuert – Helge Dierks, den besten von allen. Reimers Frau Frieda glaubt sich verhört zu haben: Helge Dierks, den Ex-Freund von Elke, der Liebsten ihres Sohnes Jan?! Der soll nun gemeinsam mit Helge und – noch besser – unter dessen Kommando nach Finnland schippern? Das kann nur Ärger geben, der arme Junge. Jan ist auch dementsprechend erniedrigt und kocht vor Eifersucht. Vor allem, weil Helge seinen Job wirklich gut macht und er neben ihm wie ein dummer Junge aussieht. Genauso sieht es sein Vater, der möchte, dass der verweichlichte Sohn so ein ganzer Kerl wie Helge wird. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf. Denn als das Schiff im Eis festsitzt und alle Matrosen Schwerstarbeit beim Eishacken leisten müssen, wird es Jan zu bunt. Er säuft sich einen an und beginnt eine Schlägerei mit Helge. Dabei rutscht er aus und bricht sich den Hals. Die Mutter ist untröstlich und gibt dem Vater und Helge alle Schuld. Als nun auch noch Tochter Merle, ein taffes Seefahrermädchen, Gefallen an Helge findet und jener als Ehemann in spe in Frage kommt, glaubt Frieda verrückt zu werden. Sie ist drauf und dran, ihren Mann zu verlassen, als nun auch noch Elke und Helge wieder zueinanderfinden und Merle ihre Hoffnungen dahinfahren lassen muss. Allein der alte Kapitän Reimers bewahrt Vernunft und trotzt dem Sturm des Lebens: „Dat Leven geiht wieder“.
Eine Seefahrergeschichte mit allem, was dazugehört. Harter Wind von vorne, rauhe Jungs mit weichen Kernen und einem Kapitän, der schwere, aber gerechte Entscheidungen trifft und seine Mannschaft durch den Sturm des Lebens führt.

Niederdeutsch

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