Marathon

Komödie in einem Akt von Tony Dunham und Robert Sian. Deutsche Fassung von Jan Bergrath   2H 1Dek

Ein paar Wochen vor dem Stadt-Marathon in einem Umkleideraum. Fred zieht sich eben um, um 20 Meilen zum Training zu laufen, Robert will lieber ein Bier trinken gehen. Fred ist voller Ehrgeiz im Training, Robert total verkatert. Fred betet das ABC des Marathon-Laufs herunter; Robert hat nur Durst. Für Fred ist das Laufen zur einzigen Lebensphilosophie geworden. Für Robert zählt auch anderes noch. Dass Freds Freundin Ruth mittlerweile auch lieber mit Robert ausgeht, scheint da nur konsequent zu sein ... Am Ende wird Robert das Marathon-Training aufgeben, und Fred wird seiner Religion bis zur letzten Konsequenz treubleiben ... Das ist ein ebenso bitterböser wie tragischer, ein zynisch-komischer wie erschreckender Dialog, eine Komödie zwar, aber eine, die mit letzter Härte einen Sport entlarvt als Ersatzreligion, als Lebenshilfe, als Flucht.

Hochdeutsch

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Robert und Fred, zwei sehr unterschiedliche Freunde teilen ein Hobby: sie bereiten sich gemeinsam auf den Marathon vor. Vor allem Fred, der arbeitslos und für den das Laufen zum neuen Lebensinhalt geworden ist, nimmt die Vorbereitung sehr ernst. Robert dagegen, kommt verkatert zu jedem Training und kostet sein Leben vollkommen aus. Schnell werden aus den zwei Freunden, die sich seit der Universität kennen, zwei Rivalen. Nur, dass Robert das Laufen irgendwann aufgeben wird und stattdessen Freds Freundin Ruth ausführt, die sich mittlerweile von ihrem Partner stark vernachlässigt fühlt … Schon 2003 freute sich das Theater Partout in Lübeck über „tosenden Applaus“ für ihre „erfolgreiche Premiere“. Die Lübecker Nachrichten berichteten über eine „Komödie mit Tiefgang – temporeich und originell“ (Lübecker Nachrichten; 11.11.2003). Die Volksstimme freute sich bei der Premiere des Theater am Wandlitzsee über „wunderbare schauspielerische Momente“, vor allem „im Trainingsclinch der beiden ungleichen Männer“ gibt es „urkomische Situationen“, in denen die „mentale (und auch physische) Befindlichkeit der Figuren in ihrer ganzen Gegensätzlichkeit“ charakterisiert werden, dies sei vom Autor „Dramaturgisch geschickt und überzeugend“ gedacht worden. Entsprechend wurde das Stück „Mit viel Applaus vom Publikum bedacht“ (Volksstimme; 13.05.2006), auch wenn das Stück „die Zuschauer in einer gewissen Nachdenklichkeit“ entließ (Rhein-Neckar-Zeitung; 28.03.2011), so die Rhein-Necker-Zeitung nach einer sehr gelungenen Premiere im La Vita in Bammental. Marathon , Drei, zwei, eine(r) geht noch 23.05.2020

01.10.16   Theater am Wandlitzsee GbR   16348 Wandlitz Premiere