(Un)Happy End

Ein amüsanter Rosenkrieg in zwei Akten von Teresa Sperling und Stefan Voglhuber   1D 1H 1Dek

U: Gasthaus Strasser Oberbierbach 03.02.2019

Das Ende ist immer auch eine Chance. Doch bis Johanna und Andreas das auch so sehen, vergehen anderthalb lachmuskelstrapazierende Stunden, in denen die beiden sich gegenseitig anzicken und kleine Anekdoten aus ihrem bisherigen Eheleben erzählen. Und das alles nur wegen einer kurzen Klausel im Ehevertrag, die die beiden dazu zwingt, vor der Scheidung noch einmal eine Nacht in der Berghütte zu verbringen, in der sie den ersten gemeinsamen Urlaub feierten. Und am Ende steht dann fest: es gibt eine Scheidung zu feiern!

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Personen:
Johanna und Andreas Reisinger
Ein verheiratetes, aber getrennt lebendes Paar, das sich gerade im Trennungsjahr befindet. Sie haben sich sehr jung kennengelernt und früh geheiratet, seit längerem ist aber bereits das Feuer erloschen.
Sie haben sich - wie man so sagt - auseinander gelebt.
Andreas ist Immobilienmakler, Johanna hat mit ihrer Freundin Moni ein kleines Geschäft für Deko-Artikel.

Den Auftakt eines erneut höchst amüsanten Theaterabends verdanken wir einer kurzen Klausel in Johanna und Andreas’ Ehevertrag. Der verpflichtet sie nämlich, nach einem Scheidungsjahr noch einmal gemeinsam auf die Berghütte zu fahren, in der sie ihren ersten Urlaub verbracht haben, um alles Revue passieren zu lassen und sich noch einmal auszusprechen. Doch das talentierte Autoren-Duo Sperling/Voglhuber nutzt diese Gelegenheit, um die beiden über die „kleinen und großen Missverständnisse und Katastrophen aus dem grauen Alltag“ berichten zu lassen, „die ihre auf rosa Wolken geschlossene Ehe zermürbt hatten“. Das aber auf eine so „unterhaltsame Weise“ und mit „rasanten Dialogen“, dass auf der Bühne „die Funken sprühen vor Witz und Schlagfertigkeit“ – langweilig wird es auf keinen Fall! Ganz wichtig: „trotz aller gegenseitiger Sticheleien, Vorwürfe, Bosheiten, Grobheiten und Gemeinheiten“ gelingt es „sympathisch beim Publikum zu landen“ und wer weiß, vielleicht nimmt der eine oder die andere ja sogar etwas in die eigene Beziehung mit. Das Publikum im Deggendorfer Kapuzinerstadl war nach der Uraufführung, die die Autoren selbst gegeben hatten, hingerissen von der schönen Ehe-Krise-Komöde und „am Ende eines höchst vergnüglichen Abends“ gab es deshalb „einen verdienten begeisterten Applaus für die talentierten Newcomer, von denen man gerne noch mehr sehen möchte.“ (Donaukurier; 11.12.2019). Wir empfehlen Ihnen unbedingt die Lektüre dieses Stückes, das auch ohne Probleme mit Abständen gespielt werden kann, es ist also nicht nur unglaublich unterhaltsam, sondern auch noch corona-konform! Und demnächst dank Felix Borchert auch als "(K)Een Happy End" für niederdeutsche Theater verfügbar! (Un)Happy End , Alles neu macht der … Juni? 21.04.2021