(Un)Happy End

Ein amüsanter Rosenkrieg in zwei Akten von Teresa Sperling und Stefan Voglhuber   1D 1H 1Dek

Das Ende ist immer auch eine Chance. Doch bis Johanna und Andreas das auch so sehen, vergehen anderthalb lachmuskelstrapazierende Stunden, in denen die beiden sich gegenseitig anzicken und kleine Anekdoten aus ihrem bisherigen Eheleben erzählen. Und das alles nur wegen einer kurzen Klausel im Ehevertrag, die die beiden dazu zwingt, vor der Scheidung noch einmal eine Nacht in der Berghütte zu verbringen, in der sie den ersten gemeinsamen Urlaub feierten. Und am Ende steht dann fest: es gibt eine Scheidung zu feiern!

Hochdeutsch

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Personen:
Johanna und Andreas Reisinger
Ein verheiratetes, aber getrennt lebendes Paar, das sich gerade im Trennungsjahr befindet. Sie haben sich sehr jung kennengelernt und früh geheiratet, seit längerem ist aber bereits das Feuer erloschen.
Sie haben sich - wie man so sagt - auseinander gelebt.
Andreas ist Immobilienmakler, Johanna hat mit ihrer Freundin Moni ein kleines Geschäft für Deko-Artikel.

Mit Leidenschaft stürzen sich die beiden jungen Schauspieler im Kapuzinerstadl in ihre Rollen und streiten gut bayrisch, dass die Funken sprühen vor Witz und Schlagfertigkeit ... In rasanten Dialogen lassen sie die etwa 120 Zuschauer auf sehr unterhaltsame Weise teilhaben an den kleinen und großen Missverständnissen und Katastrophen aus dem grauen Alltag, die ihre auf rosa Wolken geschlossene Ehe zermürbt hatten. Dazu gibt es noch reichlich aktuelles Konfliktpotenzial. Seine Mama oder ihre Freundin, die ständig anrufen und alles ganz genau wissen wollen und die Bewältigung von ganz praktischen Alltagsfragen wie: Was gibt's zu essen? Und: Wer schläft in dem einzigen vorhandenen Bett? Dabei gelingt es den beiden gleichermaßen trotz aller gegenseitiger Sticheleien, Vorwürfen, Bosheiten, Grobheiten und Gemeinheiten sympathisch beim Publikum zu landen und manchen Treffer mitzugeben. Dafür gibt's am Ende eines höchst vergnüglichen Abends einen verdienten begeisterten Applaus für die talentierten Newcomer, von denen man gerne noch mehr sehen möchte. (Un)Happy End , Donaukurier 11.12.2019