Meihdöscherarms

von Felix Borchert   3D 2H 1Dek

Hinter dem schönen Schein eines netten Ehepaares und seiner hübsch zurechtgemachten Wohnstube ereignen sich finstere Dinge. Fru und Mann haben etwas zu verbergen. Zum Beispiel ihren Sohn Max, den sie seit Jahren im Nebenzimmer einsperren und mit Betäubungsmitteln sedieren – angeblich, weil er Arme wie Mähdrescher hat und alles zerfleischt, was ihm zu nahe kommt. Auch ein perverses Spiel zwischen dem Paar wird fleißig vertuscht, dem immer wieder junge Mädchen, die als Babysitter angeheuert werden, zum Opfer fallen. Bis ein Mädchen hinter die Fassade blickt und mit Hilfe seiner Eltern Max zu Hilfe eilt ...
Mit „Meihdöscherarms“ liefert der junge Theaterfan Felix Borchert sein Debut als Plattdeutscher Bühnenautor. Sein Drama blickt tief in menschliche Abgründe. Die Dramaturgie des Textes springt in der Zeit, lässt Figuren separat zu Wort kommen, spielt mit dem Unklaren, Verdächtigen und hält die Spannung so bis zum Ende hoch. Dass die Figuren konturenlos und fast verallgemeinernd als „He“, „Se“, „Mann“, „Fru“ und „Deern“ auftauchen, gibt dem Ganzen eine zusätzliche Vehemenz, der sich das Publikum schwerlich entziehen kann.

Niederdeutsch

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Personen:
Fru, Mutter von Max
Mann, Vater von Max
Se, Frau von He
He, Chef vom Mann
Deern, passt auf die Kinder auf