Frauen, Frust und Fruchtbarkeit

(Flux - a comedy about a cup of tea)

Eine Komödie in einem Akt von Tony Dunham. Deutsche Fassung von Jan Bergrath   1D 1H 1Dek

U: 1993 Theater am Sachsenring, Köln

Es ist ein ganz normaler Dialog zwischen zwei ganz normalen Menschen zwischen 30 und 40. Jane und Tarquin haben sich in einem Pub kennengelernt, und Jane hatte den Mut, Tarquin anzusprechen. Nun sitzen sie in seiner Küche und versuchen, einander näherzukommen. Es sind die Allerweltsthemen, die im Vordergrund zu stehen scheinen: Wie kocht man den richtigen Tee? Wie nähert sich ein Mann einer Frau, wie eine Frau einem Mann? Welche Erlebnisse, welche Verhältnisse hatten sie vorher? – Was sich wie ein netter Kennenlerndialog gibt, scheint letztlich natürlich nichts anderes als zielorientiert zu sein: Wie bekommt man den anderen/die andere möglichst unauffällig und kultiviert ins Bett? – Aber mehr und mehr spitzt sich das Gespräch zu. Sie kommen auf Tarquins Buch "29" zu sprechen, scheinbar zufällig – obwohl der Zuschauer bereits weiß, dass Jane eben dieses Buch in ihrer Tasche hat. Aus der anfänglichen Komödie wird ein Dialog-"Reißer". Jane hat das Buch gelesen und als frauenverachtend und gemein beurteilt. Ist sie also mit Tarquin mitgekommen, um sich für alle Frauen an ihm zu rächen? Der Dialog wird zum verzweifelten, auch sprachlich erbarmungslosen Kampf um Wahrheit, um Macht ... und um einen geordneten Rückzug.

Hochdeutsch

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Der Abend beginnt für den Junggesellen Tarquin so, wie er ihn sich nicht besser hätte vorstellen können. Die junge, attraktive Jane setzt sich zu ihm und spricht ihn an. Als der Pub schließt, lädt Tarquin sie auf einen Tee zu sich ein. Dort angekommen, versuchen die beiden sich beim gemeinsamen Whisky näherzukommen. Doch während sich Tarquin anfangs noch in Siegesstimmung wähnt, ändert sich dieses Gefühl schlagartig, als Jane wie aus Zufall auf sein Buch „Frauen, Frust und Fruchtbarkeit“ zu sprechen kommt und ganz andere Töne anschlägt. All ihre Vorwürfe auf die Welt der Männer lässt sie nun an ihm aus, der nicht mehr weiß, wie ihm geschieht. Presse und Publikum sind sich einig, „Tony Dunham, Spezialist für komödiantische Beziehungskonflikte, kommt diesmal ziemlich boshaft zur Sache“ (Hamburger Abendblatt 04.06.1998) und das macht einen Heidenspaß, wenn in dieser rasanten Komödie voll britischem, schwarzen Humor „eine Beziehungsgroteske im Zeitgeistlook“ (Kölnische Rundschau) präsentiert wird. Frauen, Frust und Fruchtbarkeit , Drei, zwei, eine(r) geht noch 23.05.2020

18.06.14   Theater am Sachsenring   50677 Köln Premiere