Arme Beine!

(An Arm And A Leg)

Turbulente Komödie von Ray Galton und John Antrobus. Deutsch von Frank-Thomas Mende   3D 4H 1Dek

U: 01.10.2013, Théâtre Fontaine, Paris

Die Notiz seiner Frau Diana mit der Nachricht, ihn zu verlassen, trifft Flugbegleiter Dennis wie ein Schlag ins Gesicht. Und das nicht genug, was nun noch kommen soll, bringt sein Leben endgültig aus den Fugen. Nicht nur, dass seine Ex offenbar nicht mal seinen besten Freund oder den Dorfpfarrer als Liebhaber ausgelassen hat - nun sitzt auch noch ein weiterer Verlassener schniefend auf seinem Sofa. Seine Schwiegermutter Queenie wartet nur auf die Gelegenheit, ihn endlich aus dem gemeinsamen Haus zu vertreiben und nun tauchen auch noch diverse Körperteile im Müll und der Gefriertruhe auf ... Was für ein Albtraum? - Was für ein irrsinniger, absurder Spaß! Denn hier kommt eine herrlich skurrile, böse, makabre und äußerst amüsante Komödie ins Rollen. Was ein riesengroßer Strauß, eine unterbelichtete Küchenhilfe, Fleischtörtchen für den Buckingham Palace und eine gewisse Schönheitsklinik damit zu tun haben, glauben Sie erst, wenn Sie es sehen!

Hochdeutsch Englisch Niederdeutsch

Anmelden   um Ansichtsexemplare zu bestellen.

Personen:
Dennis Boltright, ein Flugbegleiter
DerVikar der örtlichen Gemeinde
Terry, ein Freund
Oliver, ein Fremder
Queenie, Dennis' Schwiegermutter
Doris, ein Mädchen aus dem Dorf
Doktor Ceausescu aus der Highwalls Clinic

2013 feierte diese aberwitzige Komödie Uraufführung in Paris, wo die Mischung aus absurder Farce und Krimi hervorragend ankam – nun holen wir sie nach Deutschland und wünschen ihr den Erfolg, den sie verdient. Arme Beine! , Bestseller & Newcomer 04.02.2014

Darf man das? – Das kann man sich angesichts einiger makabrer Zutaten und höchst „incorrecter“ Situationen schon fragen. Aber man wird nicht dazu kommen – vor Lachen. Denn diese britische Komödie toppt alles, was man seit Langem an schwarzem Humor gesehen hat. Man kommt nicht umhin, an Brechts „erst kommt das Fressen und dann ...“ zu denken, wobei klar ist, dass für „die Moral“ nicht mehr die Zeit ist, wenn man die Lektüre dieser Komödie beendet hat. Denn sie treibt ein subversives und enorm unterhaltendes Spiel. Schon Feydeau wusste, dass es nur ein paar Umdrehungen an den Stellschrauben geordneter Existenzen braucht, um die anfangs scheinbar wohl eingerichtete bürgerliche Welt völlig aus dem Ruder laufen zu lassen; dabei lesen sich die Zutaten auch hier zunächst gar nicht ungewöhnlich, aber das Arrangement verschlägt einem bald die Sprache: eine vermeintliche Beziehungskrise, ein Schriftsteller, der lieber anonym bleiben möchte, eine Gartenparty und ein Kühlschrank voller Körperteile. Sweeney Todd grüßt aus der Ferne, aber – wie es sich für eine solch brillante Farce gehört – es ist alles ganz anders, als man glaubt. Nackter Überlebenskampf wird wunderbar kaschiert in einem sich als Komödie gerierenden Schauspiel, und „fressen oder gefressen werden“ bekommt hier eine ganz neue, grausam unterhaltende Bedeutung. ... Eine makabre Farce mit aberwitzigen Situationen, schönstem Pointen-Pingpong und herrlich überspitzten Figuren. Arme Beine! , Komödienspaß auf den Spielplan! 09.11.2016