Das Ende des Regens

(When the Rain Stops Falling)

von Andrew Bovell. Deutsch von Maria Harpner und Anatol Preissler   4D 5H 1Dek - spielbar auch mit 4 D, 3 H

'When the Rain Stops Falling' was commissioned and originally produced by Brink Productions in Australia, developed in collaboration with Hossein Valamanesh. The world premiere in Adelaide, Australia in February 2008 was co-presented by Brink Productions, State Theatre Company of South Australia and the Adelaide Bank Festival of Arts.
DSE: 10.12.2010, Schauspiel Bonn

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Über Generationen und Kontinente hinweg spannt Andrew Bovell einen erzählerischen Bogen. Vordergründig geht es um einen Mann, der sich auf die Suche nach seinem Vater macht, der vor vielen Jahren auswanderte. Mit ihm zusammen begibt sich der Zuschauer auf eine Reise durch ein Stück Menschheitsgeschichte.
Über Religionen und Kulturkreise hinausgehende und sie miteinander verknüpfende Symbole und Konnotationen finden sich zuhauf und machen das Stück - neben der zutiefst berührenden Geschichte - auch zu einem großartigen intellektuellen Puzzlespiel.

Hochdeutsch

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Kaum jemand versteht es wie der australische Autor Andrew Bovell rätselhafte, vielschichtige Dramen aus verschiedenen Figuren, Ereignissen, Zeit- und Raumebenen zu stricken. Seine Stücke haben eine Vehemenz und Sogkraft, der man sich nur schwer entziehen kann. So wie „Das Ende des Regens“ … Nach der Deutschen Erstaufführung am Schauspiel Bonn wurde die „faszinierende Familiengeschichte, die eigentlich eine ganze Menschheitserzählung ist und den großen Fragen von Schuld und Sühne, Liebe und Verrat und Tod nachgeht“ (Theater Magazin Bonn), von zahlreichen professionellen Bühnen wie dem Bayerischen Staatsschauspiel, dem Staatstheater Darmstadt oder dem Stadttheater Bern nachgespielt. Bei den 31. Bayerischen Theatertagen 2013 in Nürnberg gewann das Stadttheater Ingolstadt mit Caro Thums Inszenierung des Dramas den 1. Preis für eine herausragende Produktion. „Ein großer Theaterabend“, so lautete das Urteil der Jurorin und Dramatikerin Kerstin Specht. Und weiter: „Die Regisseurin Caro Thum liefert dazu eine eindrucksvolle Inszenierung, die die Strukturen transparent macht und die Tragödie mit luzider Leichtigkeit erzählt.“ In der Spielzeit 2015/16 erlebte das Werk zwei weitere herausragende Produktionen. Im Januar 2015 feierte das Rheinische Landestheater Neuss eine umjubelte Premiere. Die „schnörkellose und geradlinige“ Inszenierung von Michael Lippold lässt „das Stück einen Sog entfalten …, dem man sich kaum entziehen kann“, lobte beispielsweise die „RP online“ (19.01.2015) nach der Aufführung. „Kurz und bündig“ verlautbarte „theaterpur.net“ (Januar 2015) darüber: „Ein großartiges, exzellent konstruiertes Stück in einer durchdachten Inszenierung“. Ab April 2015 bis in den März 2016 gab es im Deutschen Theater Göttingen dann eine „grandiose und mit viel Applaus bedachte“ (HNA; 03.05.2015) Produktion zu sehen. Weiter war in der HNA dazu zu lesen: „ … es ist eine Geschichte über wiederkehrende Mythen in Familien, die durch hartnäckiges Schweigen am Leben gehalten werden. … Spannend wie einen Krimi bauen Ingo Berk (Regie) und Sonja Bachmann (Dramaturgie) das Geschehen auf. Denn nichts Geringeres als Missbrauch und Mord stehen im Raum und bilden schließlich das schreckliche Bindeglied.“ Dass sich auch Amateur-Bühnen an das Stück heranwagen und damit Erfolge feiern, beweist das Kleine Theater in Hamburg-Harburg. Dort verkündete man z.B. im November 2015: „Nach sechs wundervollen Aufführungen haben wir wehmütig Abschied genommen von diesem tollen Stück. Wir haben viele, viele positive Rückmeldungen bekommen, und die Zuschauer haben immer wieder betont, was für ein großartiger Text das ist.“ Das Ende des Regens , Großes Schauspiel auf den Spielplan! 09.11.2016

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Über Generationen und Kontinente hinweg spannt Andrew Bovell den Bogen seines zutiefst beeindruckenden Dramas. Vordergründig geht es um einen Mann, der sich auf die Suche nach seinem Vater macht, der vor vielen Jahren auswanderte. Mit ihm zusammen begibt sich der Zuschauer aber auf eine Reise durch Schuld, Sehnsucht, schicksalhafte Verwicklungen, Verzweiflung und – Vergebung. Bovell baut sein Stück wie eine komplexe Partitur. Wiederkehrende Motive, starke Symbole und zahlreiche Konnotationen werden miteinander verwoben zu einem vielstimmigen großen Schicksalsdrama. – Ein intellektuelles Puzzlespiel und eine zutiefst berührende Geschichte zugleich. Schon die deutschsprachige Erstaufführung am Schauspiel Bonn sorgte für viel Anerkennung beim Publikum und in der Presse. Weitere große Häuser zogen inzwischen nach. Und auch dort gab es viele positive Reaktionen. So lobten beispielsweise die Theaterkritiken-München anlässlich der Inszenierung am Bayerischen Staatsschauspiel: „Es sollen nur drei Attribute aufgezählt werden, warum es eine gelungene Geschichte war. Sie war spannend, weil schon ziemlich früh eine Ahnung davon aufkommt, wie kurios, wie verrückt und unberechenbar das Leben mitunter verfährt. Sie war phantastisch, weil in ihr Bilder zu sehen waren, die eine poetische Entsprechung des alltäglichen Lebens waren und sind. … Und sie war eine gelungene Geschichte, weil sie berührte.“ In Bern zeigte man sich bei den Aufführungen des Stadttheaters ebenso beeindruckt. Die Berner Zeitung sprach am 15.01.2011 von einer „Sogwirkung“ des Textes. Und weiter: „Eine schier unglaubliche Geschichte wird uns erzählt. Dieser Theaterabend lässt einen alles andere als kalt.“ Nicht zuletzt das Staatstheater in Darmstadt machte das hohe Potenzial dieses Stückes nochmal deutlich. So schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 10.10.2011 sehr treffend: „Bovells Familiendrama kommt mit der Wucht einer griechischen Tragödie daher, und es ist beeindruckend zu sehen, wie aus diesem vormodernen Weltmodell absolut gegenwärtiges, spannendes Theater entsteht.“ Das Ende des Regens , Mörderisch gutes Theater 06.11.2012

23.07.19   Metropoltheater   80939 München Premiere

04.10.18   Metropoltheater   80939 München Premiere

08.12.15   Deutsches Theater   37073 Göttingen Premiere

01.10.15   die kleine bühne harburg e.V.   21073 Hamburg Premiere

30.04.15   Deutsches Theater   37073 Göttingen Premiere

16.01.15   Rheinisches Landestheater Neuss   41460 Neuss Premiere

08.12.12   Stadttheater Ingolstadt   85049 Ingolstadt Premiere

18.12.11   Bayerisches Staatsschauspiel   80333 München Premiere

12.11.11   Stadttheater Bern   CH-3000 Bern 7 Premiere

08.10.11   Staatstheater   64283 Darmstadt Premiere

10.12.10   Schauspiel Bonn   53229 Bonn Premiere