Nächste Runde geht aufs Haus! Ein Wirt und alle seine Stammgäste

Das Knaller-Kneipical von William Danne & Axel Weidemann   2H - 2 Darsteller/innen, auch spielbar mit 1 Darsteller/in in 15 Rollen - Verw.

U: Theaterschiff Bremen, 25.11.2021

Eigentlich ist Günnis Welt absolut in Ordnung. In seiner Eckkneipe hat er seine vollkommene Erfüllung gefunden und seine Stammgäste, alles auch Mieter in den Wohnungen über seiner Kneipe, sind ein herrlich bunter Haufen, mit dem es nie langweilig wird. Das soll sich allerdings schlagartig ändern, als der raffgierige Hausverwalter Herr Habicht mit der Kündigung aller Mietverträge vor der Tür steht, das ganze Gebäude soll luxussaniert werden. Gar keine Frage, dagegen muss man sich natürlich wehren, da sind sich alle einig. Doch Günni wird vor eine harte Wahl gestellt, als sich die neue Architektin, die mit der Umgestaltung der Wohnanlagen beauftragt wurde, als seine nie vergessene Jugendliebe Monika herausstellt. Wird Günni seine geliebte Kneipe retten? Oder bekommt seine unglückliche Jugendliebe noch eine zweite Chance? „Nächste Runde geht aufs Haus!“ bringt fünf Frauen und zehn Männer auf die Bühne. Jede Rolle könnte einzeln besetzt werden, aber wie wäre es, wenn zwei Schauspieler in mehrere Rollen schlüpfen oder sogar nur ein Schauspieler gleich alle übernimmt?

Hochdeutsch

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Personen:
2 Personen –
Zwei Schauspieler (idealerweise zwischen Ende 30 und Mitte 50) spielen:

Schauspieler 1:
GÜNNI ECKERT
- ein handfester, urtypischer Kneipenwirt
- spricht mit lokalem Dialekt (hier aus dem Ruhrpott)
- hat kein Getränk, steht hinterm Tresen
SVEN
- ein unfassbar erotischer DHL-Bote
- spricht tief und sexy, atmet erotisch an unpassenden Stellen im Satz
- trinkt: Korn
HERR VOGEL
- ein pedantischer Oberstudienrat
- spricht sehr korrekt, überdeutlich und dezidiert
- trinkt: Fernet Branca
VORZIMMERDAME
- eine vielbeschäftigte Chefsekretärin, der man nichts vormachen kann
- spricht pikiert und etwas hochnäsig
- trinkt nichts, da nur am Telefon
H.C.WUNDERBAR
- Chef einer Immobiliengesellschaft
- älterer Herr mit goldenem Herz, trotzdem immer schlecht gelaunt
- spricht zackig und bestimmt, trotz seiner älteren Stimme
- trinkt nichts, da nur am Telefon
NATALIA
- Ehefrau von Bolko
- temperamentvolle, überschwängliche Mama
- spricht mit polnischem Akzent
- trinkt: Vodka
GERD
- ein Schlagersänger
- er spricht sehr tief
- kommt vor lauter singen nicht zum trinken

Schauspieler 2:
BOLKO
- ein robuster, polnischer Bauarbeiter
- starker polnischer Akzent
- trinkt: Pils
HERR VON BÖCKMANN
- eine Bilderbuch-Tunte
- spricht nasal, tuntig und extrovertiert
- trinkt: Roséschorle
TINE
- eine naive, liebenswerte Blondine
- spricht sanft und einfältig
- trinkt: Campari-O
FRANK HABICHT
- ein fieser, unsympathischer, schleimiger Hausverwalter
- spricht mit hoher, unangenehmer Fistelstimme
- bekommt nichts zu trinken
FABIAN SCHMIDT
- ein nerdiger Star Trek-Fan
- spricht roboterhaft und monoton, wenn er nicht gerade klingonisch spricht
- trinkt: Pfefferminz-Likör
MONIKA
- Günnis Jugendliebe
- eine toughe aber auch sehr liebenswerte Architektin
- hat eine normale, weibliche und angenehme Stimme
- trinkt: Sekt mit Mirabellensirup
VERTRETER
- ein unsensibler, aufdringlicher Vertreter
- spricht ruhig, lispelt aber
- wird rausgeschmissen, bevor er trinken kann
MINDY
- eine Schlagersängerin
- sie ist sehr esoterisch
- kommt vor lauter singen nicht zum trinken

Da das Stück ursprünglich als Solo-Stück konzipiert war, steht auch eine 1-Personen-Fassung zur Verfügung.

Ein Pole, ein Schwuler und eine Blondine sitzen in einer Bar. Was sich wie ein Witz anhört, ist in Wahrheit der Auftakt zu dieser turbulenten Komödie, in der definitiv kein Auge trocken bleibt! Zwei oder mehr spielfreudige Darsteller schlüpfen in allerhand verschiedene Gäste in Günnis Eckkneipe, um gemeinsam gegen den fiesen Hausverwalter Habicht und seine Modernisierungspläne anzugehen. Um das unterhaltsame Chaos perfekt zu machen, steht dann auch noch Günnis Jugendliebe Monika in der Tür, allerdings spielt sie vorerst im falschen Team und muss erst noch überzeugt werden. Es geht also hoch her und das mit einem Funken Ernsthaftigkeit, denn bei all der Situationskomik, die sich aus den Rollenwechseln ergibt, ist die Modernisierung und der Wegfall alteingesessener Lokale doch nicht zu unterschätzen. Gekonnt weiß das Autoren Duo diesen Umstand jedoch mit einer gehörigen Portion Humor zu überspielen und bestens zu unterhalten. Übrigens: ursprünglich war dieses Stück als reines Solo-Programm geplant, das bei Interesse ebenfalls zur Verfügung steht. Nächste Runde geht aufs Haus! , Alles neu macht der … Juni? 21.04.2021

Das zweite Zuhause ist in Gefahr Theaterschiff Bremen zeigt ein „Kneipical“ namens „Nächste Runde geht aufs Haus“ In Günnis Kneipe scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Alles sieht noch aus wie in den 1970er- oder 1980er-Jahren. In der einen Ecke steht eine Jukebox, in der anderen ein alter Flipper. Telefoniert wird per Wählscheibe. Wer die Kneipe betritt, muss sich erst einmal durch einen alten Vorhang aus braunen, staubigen Fransen (Bühnenbild: Knut Schakinnis) kämpfen. Aber Günnis Kneipe ist nicht nur eine Kneipe. Für viele seiner Gäste ist sie ein zweites Zuhause. Für seinen alten Schulfreund Herrn von Böckmann zum Beispiel, der regelmäßig an Günnis Tresen Platz nimmt und statt eines „Herrengedecks“ (Bier und Korn) lieber ein „Herr von Böckmann-Gedeck“ (Rosé-Schorle und Eierlikör) bestellt. Oder für den Bauarbeiter Bolko, der gerne schon in seiner Mittagspause das eine oder andere Pils kippt. Auch Tine ist Stammkundin. Nicht aber, weil ihr Günnis Campari-Orange so gut schmeckt, sondern weil sie jeden Tag darauf wartet, dass der DHL-Bote Sven wieder Pakete bringt und sie sich endlich traut, ihn anzusprechen. Tine bringt gerne mal Sprichwörter durcheinander. Bei ihr findet auch schon mal ein blindes Huhn ein Deckelchen, wenn es nicht vorher die Katze ins Korn wirft. Günni, Bolko, Herr von Böckmann und Tine sind vier von insgesamt 15 Charakteren im neuen Stück „Nächste Runde geht aufs Haus“ auf dem Theaterschiff. Carsten Beiß und Karsten Oliver Wöllm verkörpern alle Rollen und geben mit dem Stück ihr Debüt auf dem Theaterschiff. Zwei Schauspieler, 15 Rollen. Geht nicht? Geht doch. Neben dem Wirt und dem Stammpublikum der Kneipe spielen Beiß und Wöllm noch diverse Hausbewohner, den widerlichen Hausverwalter Habicht beispielsweise und jeden, der sonst noch so durch den braunen Fransen-Vorhang hereinschneit oder auch anruft. Und das fast komplett ohne Kostüme (...). Das ist eine beeindruckende Leistung, zumal häufig auch weitaus mehr als zwei Figuren gleichzeitig in ein Gespräch verwickelt sind. Großes Lob also an die zwei Darsteller, die wunderbar miteinander harmonieren und denen es gelingt, alleine durch Veränderungen in Stimme, Gestik und Körperhaltung so von Rolle zu Rolle zu springen, dass dem Zuschauer sofort klar ist, wer gerade spricht. Nun ist also Günni in der Klemme, denn sein fieser Hausverwalter will sowohl die Wohnungen der restlichen Hausbewohner – Star-Trek-Fan Fabian Schmidt und der etwas verklemmte Studienrat Vogel – als auch seine Kneipe luxussanieren und allen kündigen. Geschrieben wurde die Geschichte von William Danne und Axel Weidemann, Danne übernahm auch die Regie für das Stück. Natürlich ist ein Stück, das in einer Kneipe spielt, in der ein polnischer Bauarbeiter, eine verpeilte Blondine und ein schwuler bester Freund zu den Stammgästen zählen, nicht frei von Klischees. Danne gelingt es aber, seine Figuren (...) so zu gestalten, dass man sie trotz großer Exzentrik mag und irgendwie ernst nimmt. Es ist nicht einmal auszuschließen, dass man sie in ähnlicher Form in der einen oder anderen Eckkneipe tatsächlich antrifft, so überspitzt sie auch sein mögen. Angekündigt wird das Stück als „Kneipical“, einem Wortmix aus Kneipe und Musical. Dementsprechend gibt es in „Nächste Runde geht aufs Haus“ jede Menge Musik, bei der die zwei Darsteller auch gesanglich überzeugen. Passend zum (...) Kneipen-Setting setzen die Theatermacher dieses Mal auf (...) Schlager, von denen die Zuschauer viele wahrscheinlich schon eine ganze Weile nicht mehr gehört haben. Mit dabei unter anderem: Daliah Lavis „Oh, wann kommst du“ (1970), Howard Carpendales „Deine Spuren im Sand“ (1975) oder Gitte Haennings „Ich will alles“ (1982). Vor allem der staatlich anerkannte Musicaldarsteller Karsten Oliver Wöllm ist hier sichtlich in seinem Element. Und natürlich darf bei einem „Kneipical“ auch Heinz Erhardt mit „Immer wenn ich traurig bin“ (trink ich einen Korn) nicht fehlen. Nächste Runde geht aufs Haus! Komödie Bremen im Packhaustheater, Weser Kurier 27.11.2021

Muntere Runde im bedrohten Idyll Umjubelte „Kneipical“-Premiere auf dem Bremer Theaterschiff Premiere für ein „Kneipical“: Im ausverkauften Kleinen Saal des Bremer Theaterschiffs an der Tiefer traf am Donnerstagabend die Premiere des Stücks „Nächste Runde geht aufs Haus!“ auf ein begeistertes Publikum. Zum „Kneipical“ gehören gute Musik, die jeder mitsingen kann, zotige Sprüche und viel Alkohol, sagt Regisseur William Danne. Es ist ein Loblied auf die gute alte Eckkneipe, die droht, gentrifiziert zu werden, so der Regisseur weiter. Danne hat das Stück zusammen mit Axel Weidemann geschrieben. Carsten Beiß schlüpft in acht, sein Kollege Karsten Oliver Wöllm in immerhin sieben Rollen. Beide springen zwischen ihren Rollen hin und her, ohne allzu viel an ihrer Kleidung zu ändern. Sie schaffen es dabei, dass sich die Bühne gewissermaßen imaginär füllt. Es herrscht dann Betrieb in der Kneipe mit Gastwirt und mehreren Gästen – obwohl faktisch nur zwei Personen auf der Bühne zu sehen sind. Aufgrund der Vielzahl der Charaktere wird den beiden Schauspielern echte Feinarbeit abverlangt. Beide verleihen den Rollen geradezu augenblicklich Klarheit. Eine andere Stimmlage, eine andere Haltung und ein „umgeschalteter“ Habitus – und schwupp, schon steht eine andere Person auf der Bühne. Carsten Beiß spielt den gesetzten Kneipier Günni rustikal und herzlich. Beiß wird unter anderem auch zu dem jungen Postboten Sven, der mit umgedrehter Schirmmütze daherkommt, und den „Right-said-Fred“-Hit „I’m too sexy“ singt. Verklemmt und auf die richtige Verwendung der Sprache bedacht, ist Herr Vogel, Oberstudienrat, Anwohner im Haus. Wöllm zeigt etwa Herrn von Böckmann, der seine Liebe zum selben Geschlecht sehr offensiv ausdrückt. Seine Begrüßungsformel: „Hallöchen, Popöchen!“ Ganz anders ist dagegen Bolko, Bauarbeiter aus Polen, mit extremem Akzent. Er sagt klar und unverblümt, was Sache ist, etwa nach der Schicht: „Der Kopf tut weh, die Füße stinken, höchste Zeit, ein Pils zu trinken.“ Mit „Bolko auf dem Bagger“ (im Original „Bodo mit dem Bagger“ von Mike Krüger) wird er zur Stimmungskanone, lässt die Zuschauer mitsingen und bekommt ordentlich Applaus. Die teilweise (...) Übertreibung von Klischees sorgt auch für eine Trennschärfe zwischen den Rollen. Tine (Wöllm), laut Ankündigung eine naive Blondine, war zum Beispiel noch in der Wanne, weil sie ihre Schilddrüsentropfen in lauwarmem Wasser nehmen soll. Eine muntere Runde also, eine gemütliche Kneipe mit Musikbox. Ein echtes Idyll, dessen Ende aber mit dem Auftritt des Vermieters Habicht besiegelt zu sein scheint. Mit krächzender Stimme und gebeugter Haltung von Wöllm in Szene gesetzt, verkündet er mit hässlichem Lachen die Kündigung. Kneipe und Bewohner müssen raus. Als zuständige Architektin kommt dann auch noch Günnis frühere Liebe Monika (Wöllm) in die Kneipe. Obendrein sind drei Post- Pakete falsch etikettiert. Die vertauschen Pakete bringen einiges zum Vorschein – und verändern die Lage maßgeblich... Die Musik sorgt immer wieder für große Momente. Es rührt, wenn Günni „Die kleine Kneipe“ singt. Dafür bekommt Beiß kraftvollen Szenenapplaus. Der Schlussapplaus ist überwältigend. Nächste Runde geht aufs Haus! Komödie Bremen im Packhaustheater, Kreiszeitung 27.11.2021

10.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

11.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

12.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

17.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

18.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

19.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

30.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

31.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

31.12.21   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

02.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

07.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

08.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

09.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

14.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

15.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

16.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

21.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

22.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

23.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

28.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

29.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen 

29.01.22   Komödie Bremen im Packhaustheater   28203 Bremen