Brave Diebe

(Dear Delinquent)

Lustspiel in 3 Akten (4 Bildern) von Jack Popplewell. Deutsche Bühnenbearbeitung von Hans Jaray   3D 4H 1Dek

U: London, 1957 DSE: Kammerspiele Wien, 1958; Regie: Hans Jaray

Der junge, gut betuchte Adelsspross David hat es sich bequem eingerichtet. Er fröhnt dem Müßiggang, Organisatorisches halten Mutter und Verlobte von ihm fern. Und wozu hat man noch einen Butler. Alles geht seinen ordentlichen Gang – bis eines Tages die freche Diebin Penelope bei ihm einsteigt und seine Welt gehörig ins Gegenteil verkehrt. Denn sie zeigt nicht mal einen Hauch von schlechtem Gewissen. Nein – sie bringt den verdutzten David sogar dazu, die Beute aus ihren Einbrüchen in der Nachbarschaft für sie aufzubewahren. Und nicht nur das: Die Diebin erklärt dem Adelsspross David auch noch ethische Grundsätze! Für David ist nichts mehr, wie es war: Bald hat er die Polizei am Hals, und auch eine Begegnung mit Penelopes Vater, einem sehr auf Etikette bedachten Edelganoven, bleibt ihm nicht erspart. Nun ist beherztes Handeln gefragt – aber darin ist David ja nun bekanntlich kein Experte ...
In seiner Krimikomödie „Brave Diebe“ stellt Jack Popplewell unser übliches Weltbild genussvoll auf den Kopf und schickt so seinen Helden von einer herrlich skurrilen Situation in die andere. Mit Hilfe seines stoischen Butlers, eines Damenhandschuhs und von Wagners „Meistersingern“ kommt David schließlich auf den „rechten Weg“ – beste Unterhaltung fürs Publikum inbegriffen.
Oder wie ein Kritiker einmal schrieb: „Bei dem Stück sind wir Theaterkritiker eine geschlagene Armee. Der anglikanische Humor von Jack Popplewell ist nicht zu toppen“ (momag 319; März 2014). Absolut Pointenreich, irrwitzig und satirisch.

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Personen:
Lady Warren
David, ihr Sohn
Mr. Peabody
Penelope, seine Tochter
Helen Chandler
Mr. Pidgeon
Wilkinson

London. Gegenwart.

Große Pause nach dem dritten Bild.

„Very british“ (Phillipsburg; 18.02.2009): Davids geordnete, aber dem faulen Wohlstand geweihte Welt gerät gehörig ins Wanken, als er in seiner Wohnung auf die 17-jährige Einbrecherin Penelope Peabody trifft. Bald erliegt er dem Charme der jungen Dame. Allerdings ahnt er nicht, dass dieses Zusammentreffen einige Turbulenzen nach sich zieht. Mischen da auch noch Davids Mutter, Meisterdieb Peabody – Penelopes Vater – und der misstrauische Polizist Mr. Pidgon mit, der in Davids Wohnung geraubte Juwelen vermutet. Davids Leben wird auf den Kopf gestellt. Und vor allem hat er Penelope und ihren Dickkopf unterschätzt … „Ein amüsantes Stück, spritzig dargeboten“, gefiel den Lüdenscheider Nachrichten vom 14.11.2009 bei der Inszenierung des Ensemble K. Und selbst bei viel Humor verzichtet die Krimikomödie nicht auf Tiefgang: „Altmodisch, überholt ist da nichts, denn es geht um das geheimnisvolle Wesen Mensch, das nur Kundige auf Anhieb und viele selbst nach langen Studien nicht begreifen.“ (Philippsburg; 18.02.2009 / Copernicus-Gymnasium) Brave Diebe , Mörderisch gutes Theater 06.11.2012