Rangierbahnhof

Eine unwahrscheinliche Schieberkomödie in 3 Akten von Hans Müller-Schlösser   2D 15H

Gerade war die Welt in Dingeskirchen für Mutter Beiermann noch in Ordnung, doch plötzlich geht alles drunter und drüber: ihr Mann ist bankrott und das Töchterchen renitent. Sie will den Stationsvorsteher nicht als Bräutigam, den die Mutter sich ausgedacht hat. Zum Glück für Käthchen ist dieser Bräutigam auch nicht mehr interessiert, da die Spedition des Vaters brach liegt. So hofft das Töchterlein, dass sie "ihren" Lehrer Claßen heiraten kann. Da schneit Sohn Willi herein, der sich in kürzester Zeit im fernen Köln rasant gemacht hat, und zwar als Schieber. Der möchte sich in Dingeskirchen ein neues Terrain aufbauen, und ausgerechnet der Vater soll ihm helfen, der nicht gerade der Hellste unter der Sonne ist. Auf dem Amt des Bahnhofvorstehers herrscht unterdessen große Unruhe, denn der Minister hat sich zur Revision angekündigt. Bis auf den etwas vertrottelten Schalterbeamten mischen nämlich bei der Schieberei alle mit. Vater Beiermann kommt gerade zur rechten Zeit und wird vom Stationsvorsteher als "Schieberkommissar" eingesetzt, um vor dem Minister gut Wetter zu machen. Geschmiert von allen Seiten und dadurch reichlich durcheinander, gelingt es ihm, dass alles zum guten Ende kommt, obwohl doch alles schief läuft: er lässt einen Direktor abblitzen, der bereits den Stationsvorsteher satt geschmiert hatte, sein Sohn droht ihm mit einer anonymen Anzeige, falls er den Waggon mit Schmuggelware nicht durchwinkt, und als er endlich den – natürlich falschen – Waggon aufs Abstellgleis geschoben hat, ist darinnen – wer? Natürlich der Minister!

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