Der Misanthrop

(Le Misanthrope)

Ein Lustspiel in 5 Akten von Molière. Deutsche Nachdichtung von Dr. Max Kapp   3D 5H 1Dek

Alceste hasst nichts mehr als Heuchelei, falsche Schmeicheleien und Lüge. Doch diese Haltung hat ihn zum Menschenfeind gemacht, da er nur überall auf dieses falsche und verlogene Verhalten stößt. Er selbst jedoch weigert sich, aus falscher Rücksicht oder Höflichkeit in seinem Reden und Verhalten Kompromisse einzugehen. Auf seinen Freund Philinte, der ihn zu etwas Mäßigung und Anpassung auffordert, will er nicht hören. Und so zieht er sich auch sofort den Zorn des ihn besuchenden Höflings Oronte zu, weil er dessen schlechtes Gedicht nicht lobt sondern verreißt. Oronte wird daraufhin beleidigt vor Gericht ziehen - und bestätigt Alceste damit in seinem negativen Menschenbild. Doch auch Alceste wird sich in einem Punkt untreu, denn er liebt Célimène, eine junge kokette Witwe, die in die Geselligkeit des Hofes und die Schmeicheleien der jungen Adelsherren so vernarrt ist, dass sie gleich mehrere Liebhaber hat. Als ein Brief von ihr in Alcestes Hände fällt, in dem sie ihre Verehrer, unter anderem auch Alceste, verspottet, stellt er sie zur Rede. Sie verteidigt ihre Leidenschaft für ihre kleinen neckischen Spielchen, ihre gesellschaftliche Unaufrichtigkeit mit der gleichen Vehemenz, mit der Alceste von ihr Aufrichtigkeit und unbedingte Treue verlangt. Als Alceste den Prozess gegen Oronte verliert und seine Meinung über die Falschheit und Verlogenheit der Menschen bestätigt sieht, beschließt er, sich zurückzuziehen. Célimène, von der sich ihre sämtlichen verspotteten Liebhaber zurückgezogen haben, bittet er, seine Frau zu werden und ihn zu begleiten. Doch sie ist nicht bereit, den Vergnügungen der Gesellschaft zu entsagen und lehnt seinen Antrag ab.

Hochdeutsch

Anmelden   um Ansichtsexemplare zu bestellen.