Das Käthchen von Heilbronn

Eine romantische Komödie von Heinrich von Kleist. Auf Grund der Phoebus-Fragmente bearbeitet von Fritz Peter Buch   5D 14H - Statisterie - Verw.

Der Heilbronner Waffenschmied Theobald Friedeborn klagt vorm Femegericht den Grafen Friedrich Wetter vom Strahl an, seine Tochter Käthchen verführt zu haben. Der Graf liebt Käthchen tatsächlich, kann sie aber nicht zur Frau nehmen, da sie bürgerlicher Herkunft ist. Nach seinem Freispruch befreit der Graf die gefangene Kunigunde von Thurneck; in ihr glaubt er die Kaisertochter zu erkennen, die ihm einst in einer Prophezeiung als Ehefrau verheißen worden ist. Er verlobt sich mit Kunigunde. Der aus Eifersucht begonnene Krieg des Rheingrafen vom Stein gegen vom Strahl kostet Kunigunde das Schloss und Käthchen fast das Leben. Sie holt für Kunigunde ein unwichtiges Bild aus den Flammen und wird vom Cherub vorm Feuertod gerettet. Im Gottesgericht siegt vom Strahl über Käthchens Vater Theobald Friedeborn und Käthchen wird vom Kaiser als uneheliches Kind anerkannt. Durch List wird Käthchen an den Altar geführt. Diese Neufassung ist durch den Wunsch veranlasst worden, dem "Käthchen von Heilbronn" seine ursprüngliche Form wieder zugeben. Sie weicht von der Buchausgabe in einigen Punkten deutlich ab. Zum einen erscheint die Figur der Kunigunde in einem anderen Licht, zum anderen unterscheidet sich das Kaisermotiv deutlich von der Fassung, die 1810 in Wien uraufgeführt wurde. Diese Fassung bildete die Grundlage der Buchausgabe, und es ist belegt, dass Kleist die Autorisierung des Abdruckes später bereute. Seine finanzielle und seelische Notlage hinderte ihn wohl aber daran, die "Missgriffe", von denen er im Zusammenhang mit der Wiener Aufführung sprach, zu korrigieren.

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