Siegertypen

(National Anthems)

Schauspiel von Dennis McIntyre. Deutsch von Terence French   1D 2H 1Dek

U: 22. November 1988 im Long Wharf Theatre, New Haven, Connecticut - Premiere in Großbritannien: 1. Februar 2005 Old Vic, London - DSE: 13. Februar 2007 St. Pauli Theater Hamburg

Arthur und Leslie Reed wohnen in einem Traumhaus in einer Traumgegend von Detroit. Er ist Anwalt und sie Lehrerin. Die beiden bekommen eines Abends Besuch von ihrem Nachbarn Ben. Ben bewundert zunächst alles bei den Reeds – er ist richtig nett. Bis er beginnt, Spiele zu spielen, Gesellschaftsspiele, Reaktionsspiele, bei denen Arthur verliert – und Arthur hasst es zu verlieren. Die Fassaden bröckeln langsam, ganz langsam, ganz unspektakulär, zunächst zwischen Arthur und Leslie. Aber auch Ben hat ein Geheimnis, das erst am Ende ganz entschleiert wird. Dichter am Leben, normaler ist Theater selten. Komik und Tragik sind brillant ausbalanciert. Man geht der Geschichte schnell auf den Leim, es gibt ja so viel zu lachen, und das Publikum lacht ausführlich. Bis es nichts mehr zu lachen gibt und die Pausen zum Alptraum werden. Am Ende ist man einfach fassungslos begeistert und beeindruckt.

Hochdeutsch

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Arthur Reed ist das, was er selbst als Siegertyp bezeichnen würde. Er ist gerade mit seiner bezaubernden Frau Leslie in eine Stadt-Villa einer gutbürgerliche Vorstadt von Detroit gezogen. Das Haus ist gefüllt mit Möbeln aus Italien, die Musik-Anlage kommt aus Dänemark, das Auto vor der Tür natürlich aus Deutschland. Die beiden sind stolz auf das, was sie sich in ihrem Leben erarbeitet haben und zeigen das ihrem Nachbarn Ben Cook natürlich auch sehr gerne, als dieser sie nach ihrer Einweihungsfeier zu später Stunde überrascht. Schnell ändert sich der Ton. Denn Ben Cook ist kein Anwalt, er wurde gerade aus seinem Job als Feuerwehrmann entlassen und hat weder die finanziellen Möglichkeiten, noch das gesellschaftliche Prestige, sich einen den Reeds ähnlichen Lebensstil zu leisten, obwohl er täglich Menschenleben gerettet hat. Und so fand die Presse zur Deutschsprachigen Erstaufführung im St. Pauli Theater deutliche Worte: „National Anthems ist eine vernichtende, kritische Auseinandersetzung mit den Moralwerten Amerikas“, „erzählt mit den Mitteln einer Komödie, die langsam aus der Bahn kippt“ (Stader/Buxtehuder Tageblatt; 31.01.2007). Das Publikum „spendete viel Applaus“ (Frankfurter Rundschau; 15.02.2007), wie die Frankfurter Rundschau berichtete und weiter stellte man fest: „Schnelles Timing, der boulevardeske Plot und der volle körperliche Einsatz der Darsteller kamen beim Publikum gut an“ (Hamburger Abendblatt; 15.02.2007). Seitdem konnten im deutschsprachigen Raum zahlreiche Bühnen mit diesem Stück begeistern, unter anderem im Wallgraben-Theater Freiburg, wo dem Stück „Großer Premierenapplaus“ (Badische Zeitung; 19.03.2011) zuteil wurde und auch bei Young Boulevard in Nordhorn, dort gab es „langanhaltenden Premierenapplaus“ (Grafschafter Wochenblatt; 02.11.2011). Siegertypen , Drei, zwei, eine(r) geht noch 23.05.2020

01.05.14   The English Theatre   22081 Hamburg Premiere

14.10.11   Young Boulevard   48529 Nordhorn Premiere

06.10.11   Wallgraben Theater   79098 Freiburg Premiere

17.03.11   Wallgraben Theater   79098 Freiburg Premiere

06.05.07   Ruhrfestspiele Recklinghausen   45657 Recklinghausen Premiere

13.02.07   St. Pauli Theater   20359 Hamburg Premiere