Herr Adrian hett Liefpien oder De inbildsch Süüke

(Le Malade imiginaire)

Eine Komödie in 3 Akten von Molière. Ins Deutsche übertragen von Dr. Max Kapp. Plattdeutsch von Arnold Preuß   4D 6H 1Dek - Stat.

U: August-Hinrichs-Bühne, 1.10.2005

Endlich eine niederdeutsche Fassung von Molières grandioser Komödie "Der eingebildet Kranke"! Herr Adrian, der sich einbildet, krank zu sein, ist es eigentlich auch. Er leidet allerdings nicht an den Krankheiten, die von seinen kurpfuschenden Ärzten behandelt werden, sondern an seiner Einbildung: er ist ein Hypochonder. Er kann sich nicht anders denn als leidenden Mittelpunkt der Welt sehen. Von seiner Tochter Angela, die heimlich Klemenz liebt, verlangt er, dass sie den akademisch verdrehten Trottel Thomas Machandel heirate, den frischgebackenen Doktor der Medizin, damit ihm immer ein Arzt zur Hand sei. Regine, Adrians zweite Frau, hasst ihre Stieftochter Angela und nährt den Krankheitswahn Adrians, weil sie hofft, von ihm als Alleinerbin eingesetzt zu werden. Das Dienstmädchen Anna, ausgestattet mit gesundem Menschenverstand und einer Portion Frechheit, führt die Gegenintrige. Als Arzt verkleidet, verordnet sie schließlich Adrian als neue Diät seine Lieblingsspeisen. Sie überredet ihn, sich tot zu stellen und schon enthüllt sich Regine als pietätlose Erbschleicherin, während Angela in ihrem Schmerz ihr gutes Herz offenbart. So erlaubt Adrian ihr schließlich, dass sie ihren Klemenz heiraten darf – allerdings unter einer Bedingung: er muss Medizin studieren!

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