Macheath - Zwischen Petticoat und Galgenstrick

(The Beggar's Opera)

Eine Farce frei nach John Gay von Ingo Sax   10D 8H - Verw.

U: Parabol-Theater Buchholz, 12.10.2002, Regie: Ingo Sax

London im 18. Jahrhundert – eine Zeit der Unmoral und des Verbrechens. John Gay hat auf dieser Folie eine erschreckend aktuelle Geschichte erzählt, die Ingo Sax bearbeitet und noch verschärft hat: Hehler und Kopfgeldjäger Peachum hat ganz London – vor allem die dunkle Seite der Stadt – unter Kontrolle. Er bestimmt, wer verpfiffen oder gar gehenkt wird. Er setzt die Preise fest. Und es gibt kaum eine Prostituierte oder einen Taschendieb, der nicht für ihn arbeitet. Da konfrontiert ihn seine eigene Tochter Polly mit einer unerwarteten Tatsache: Sie hat den Straßenräuber und Frauenheld Macheath geheiratet! Für Peachum steht fest: Das kann er nicht hinnehmen, schließlich ist seine Tochter sein größtes Zukunfts-Kapital! Das sieht Gefängnisdirektor Lockit genauso kritisch – denn seine Tochter Lucy ist durch Macheath schwanger! Selbst ein Kerl wie Macheath sollte sich nicht mit diesen mächtigen Männern einlassen ... Sax entwickelt einen komödiantischen, kraftvollen Bilderbogen, in dem vor allem die Huren, Hehler und Diebe im Mittelpunkt stehen.

Hochdeutsch

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Ingo Sax entwickelt in seiner Adaption von John Gays bekannter „Beggar’s Opera“ einen komödiantischen, kraftvollen Bilderbogen, in dem vor allem die Huren, Hehler und Diebe im Mittelpunkt stehen. Wie auch die Cellesche Zeitung (29.06.2012) anlässlich der Aufführungen des Celleschen Gymnasiums Ernestinum betont, ist dies „eine hervorragende Kulisse für ein Spiel um Liebe, Tod und Eifersucht … Ein idealer Nährboden für frech-frivole Dialoge“. Und damit nicht genug. Ingo Sax verschärft die erschreckend aktuelle Geschichte um eine Gesellschaft, in der es ein klares Oben und Unten gibt, noch und „spickt sie mit vielen bissigen Anspielungen auf die Mächtigen von heute“. (Westfalen-Blatt; 24.04.2010/ VHS Espelkamp) Dennoch bleibt das Zusehen ein „Rundum-Vergnügen, bei dem den Zuschauern einiges geboten wurde: Tolle Gesangseinlagen, deftige (aber nie geschmacklose) Scherze, jede Menge gute Pointen zum Thema Anstand und Moral“ (ebda.). Macheath - Zwischen Petticoat und Galgenstrick , Theater macht Schule 07.05.2013