Amanita

Ein Schauspiel von Ingo Sax   3D 1H 1Dek

Amanita hat nach dem Tod ihres Vaters nicht mehr gesprochen. Sie bleibt allein in ihrer Welt, in die nicht einmal eine Psychologin Einlass findet. Erst ein junger Zivildienstleistender erkennt das tragische Geheimnis der Kranken, aus dem sie sich durch tastende Erzählungen zu befreien versucht: den Missbrauch durch den Vater – und einen Mord ...

Hochdeutsch Niederdeutsch

Anmelden   um Ansichtsexemplare zu bestellen.

Personen:
Amanita Röttger
Marie Röttger, ihre Mutter
Juliane Pagels, Dr. theol. Pastorin und Psychologin
Sven Niemeyer, Zivildienstleistender

Ort:
Amanitas Zimmer, eine völlig in schwarz gehaltene Gruft. Bordwand, Bett, Tisch, Schränke, Wände, Vorhänge, Teppich und ein großer Sessel, alles ist schwarz. Ein paar Spots, zwei Kerzen und eine Stehleuchte neben dem Sessel geben gerade so viel Licht, dass der Raum wirklich finster wirkt. Ein kleiner Tisch neben dem Sessel ist wie ein Altar hergerichtet. Zwei silberne Kerzenleuchter mit dicken Altarkerzen beleuchten ein Bild eines Mannes im Silberrahmen sowie zwei weiße Blumensträuße und eine fast volle Wodkaflasche. Die Kerzen brennen immer.

Zeit:
Dies Jahr, 4. bis 16. Oktober

Diese beklemmende Geschichte ist zugleich ein spannender Krimi. Dass beides gekonnt miteinander verquickt ist, bestätigen z.B. die HAN vom 28.04.2009 anlässlich der Inszenierung des Buchholzer Parabol Theaters: „Amanita ist zugleich ein Kriminalstück. Eines, das drängende Fragen aufwirft. Fragen über sexuellen Missbrauch, Selbstjustiz und Schuldzuweisung … ein ganz großer Wurf … großes Kino … zutiefst ergreifend“. Amanita , Mörderisch gutes Theater 06.11.2012

Ein dichtes, hochspannendes Kammerspiel, das noch lange nachwirkt … Autor Ingo Sax verquickt die sensible psychologische Zeichnung eines Mädchens, das an einer tiefen seelischen Verletzung leidet, mit drängenden Fragen über Selbstjustiz und Schuld. Dieses preisgekrönte Drama (erster Preis beim Autorenwettbewerb des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen/Bremen) ist ein „ganz großer Wurf“ und „zutiefst ergreifend“. Das bescheinigen ihm z.B. die HAN vom 28.04.2009 anlässlich der Inszenierung des Buchholzer Parabol Theaters. Das Stück, das in Anlehnung an einen realen Fall von Missbrauch und Selbstjustiz entstand, eignet sich auch für kleinere Theater-AGs oder zur Diskussion in Lesegruppen. Amanita , Theater macht Schule 07.05.2013

Das Schweigen als Strategie Mit dem Tabuthema des sexuellen Missbrauchs in der Familie setzt sich das Theaterstück "Amanita" auseinander. ... Premiere war Freitag, der 2. März, auf der Bühne im Abelenzium und das Publikum wurde nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil. In der beklemmenden Atmosphäre eines ganz in Schwarz gehaltenen Raums wird in dem Vier-Personen-Stück der Seelenzustand einer jungen Frau seziert, die dort in Schweigen gehüllt, ihr durch den Vater erlittenes Martyrium zu verarbeiten, verdrängen, vergessen versucht. ... Das Stück wird zur letztlich sogar spannungsgeladenen Sezierstunde, in der nicht der Körper, sondern die Seele auf dem OP-Tisch liegt. ... Mit "Amanita" ging der Theaterverein Gaflenz bei der Stückwahl sicher ein Wagnis ein, das sich nach dem ersten Spielwochenende als gerechtfertigt zeigte. ... Amanita Theatergruppe Gaflenz, Ybbstaler; März 2018