Dame Kobold

Lustspiel in 3 Aufzügen von Calderón de la Barca. Deutsch von Wolfgang Tauberger   3D 5H 2Dek - Verw.

Die jung verwitwete Dona Angela lebt ziemlich abgeschieden im Hause ihrer Brüder Don Juan und Don Luis, welche ein strenges Auge auf die Tugend ihrer Schwester haben. Daher kann sich Dona Angela nur heimlich und mit Hilfe ihrer gewitzten Zofe Isabel hin und wieder aus dem Hause schleichen, um inkognito am Madrider Stadtleben teilzuhaben. Auf einem dieser Ausflüge lernt sie Don Manuel kennen. Er ist ein Studienfreund ihres Bruders Don Luis und logiert alsbald als Gast im Nachbarzimmer Dona Angelas. Dass eine in einem Schrank versteckte Drehtür die beiden Zimmer verbindet, weiß der Gast freilich nicht. So nutzt Dona Angela ihr kleines Geheimnis, um Don Manuel und seinem Diener Cosme so manchen Streich zu spielen. Don Manuel kann sich die geheimnisvollen Vorgänge in seinem Zimmer nicht erklären, und der aus Angst vor einem vermeintlichen Kobold zitternde Cosme versucht seinem Herrn das Wirken übernatürlicher Wesen und Kräfte einzureden. Erst ganz am Schluss löst sich das raffiniert eingefädelte Versteck- und Intrigenspiel, das zumindest Cosme an den Rand des Wahnsinns getrieben hat. Und nach alter Komödientradition finden sich am Ende auch die liebenden Paare. Sein und Schein, Natürliches und Übernatürliches, das Leben als Spiel und Traum: die Bearbeitung Wolfgang Taubergers greift geschickt den heiterpoetischen Ton der Komödie Calderóns auf.

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