Dame Kobold

Lustspiel in 3 Aufzügen von Calderón de la Barca. Auf der Grundlage der Übersetzung von A. Wilbrandt, neubearbeitet von Karl Britten   3D 5H 2Dek

Im Mittelpunkt steht die jung verwitwete Dona Angela, die ziemlich abgeschieden im Hause ihrer Brüder lebt, welche um die Versuchungen des jungen Witwenstandes wissen und um die Ehre ihrer Schwester fürchten. So kann sich Dona Angela nur heimlich und mit Hilfe ihrer gewitzten Zofe Isabel hin und wieder aus dem Hause schleichen, um sich unter das Volk von Madrid zu mischen. Eines Tages lädt Dona Angelas Bruder Don Luis seinen besten Freund aus Studentenzeiten in sein Haus ein. Die Gäste Don Manuel und sein Diener Cosme logieren in einem Raum, der unmittelbar an das Zimmer von Dona Angela grenzt, getrennt durch eine Tür, die hinter einem drehbaren Schrank versteckt ist. Als Dona Angela von den Gästen erfährt, nutzt sie das Geheimnis der Schranktür, von deren Existenz Don Manuel und sein Diener keine Ahnunng haben. Zusammen mit Isabel und ihrer Cousine Dona Ana treibt Dona Angela ihr Spiel als "Dame Kobold": Sie narrt die Gäste von nebenan, schreibt Briefe wie von Geisterhand, füllt des Dieners Geldbeutel mit Kohle und treibt allerlei Schabernack. Don Manuel kann sich die geheimnisvollen Vorgänge nicht erklären, und der aus Angst vor einem vermeintlichen Kobold zitternde Cosme versucht seinem Herrn das Wirken übernatürlicher Wesen und Kräfte einzureden. Erst ganz am Schluss löst sich das raffiniert eingefädelte Versteck- und Intrigenspiel. Und nach alter Komödientradition finden sich am Ende auch die liebenden Paare.

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