Die Mainacht

Komödie in drei Akten von Fritz Peter Buch   6D 10H 1Dek

In einer thüringischen Herberge im Jahre 1813. Es ist schon Sperrstunde, als die zwei Studenten Justin und Bolz in die Gaststube des Wirtes Schnabel treten. Justin ist in die Wirtstochter Therese verliebt. Um sie zu sehen, riskiert Justin sogar, zwischen die Fronten des preußischen und des französischen Heeres zu geraten. Als Justin und Bolz sich verabschiedet haben, klopft es plötzlich an die Tür und Napoleon persönlich fordert mit seinem Gefolge Einlass. Die Franzosen werden bewirtet - als sie allein sind, stellen sie sich jedoch als Schauspieltruppe heraus, die mit dieser Komödie einen Mundraub begehen. Der Wirt indes wittert die Chance, den Kaiser zu überwältigen und gefangen zu setzen. Heimlich formiert er eine Bürgerwehr. Die Schauspieler bemerken sein verdächtiges Verhalten und können gerade noch reagieren: drei von ihnen spielen preußische Offiziere, die Napoleon nun selbst gefangen setzen, dem Wirt danken und Napoleon abführen. Drei Jahre später hat der Gasthof sich gemausert. In einem Reliquienschrank sind die Hinterlassenschaften jener denkwürdigen Nacht verwahrt. Doch Justin hat Beweise dafür, dass Napoleon nicht in diesem Gasthof gewesen sein kann, dass also die ganze Geschichte mit der Verhaftung des Kaisers ein Märchen ist. Da die Ereignisse dieser Nacht jedes Jahr mit einem Jahrestag gefeiert werden, ist diese Nachricht brisant. Da kommen neue Gäste - es ist die Schauspieltruppe aus der Napoleonposse. Sie amüsieren sich über die Leichtgläubigkeit des Wirtes, fürchten allerdings auch, dass er sie wiedererkennen könnte, was prompt geschieht. Der Wirt bringt einen Komödianten dazu, alles einzugestehen, die Posse soll nun ein Ende haben.

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