Die Väter

Ein Schauspiel in drei Aufzügen von Otto Brües   2D 5H 2Dek

Auf Schloss Wust - eine Nacht im Jahre 1733. Vor genau drei Jahren ist der einzige Sohne des Barons von Katte hingerichtet worden. Er hatte dem Kronprinzen geholfen, der aus dem Zwang einer militärischen Karriere in die Welt der schönen Künste geflohen ist. Der König ließ Katte daraufhin hinrichten. Der Sohn des Königs ist seither auf der Flucht. Baron Katte hat sich in seinen Gram zurückgezogen. Martha von Knesebeck, die Verlobte des Hingerichteten, ist nun gekommen, um sich vom alten Baron Katte den Segen zu einer neuen Verbindung geben zu lassen. Die Baronin verspricht, ihr beizustehen, beide fürchten jedoch die Reaktion des Barons. Spät am Abend kündigt der König seinen Besuch an, da er sich mit dem Baron aussprechen möchte. Er bekennt, dass auch ihn die Hinrichtung des jungen Katte seit drei Jahren belastet, er bittet nun den Vater mehrmals um Vergebung, doch dieser kann sich zunächst nicht dazu durchringen. Auch die Frage des Königs, ob dieser abdanken und sich ins Privatleben zurückziehen solle, kann er als Privatmensch nicht beantworten. Der König zeigt sich Katte in aller Schwäche, als nachdenklich, grüblerisch, von Zweifeln gequält. Erst als der König die Baronin und Martha um Vergebung bittet und diese, aus mitfühlender und zutiefst menschlicher Sicht verzeiht, kann auch Katte dem König endlich seinen Wunsch erfüllen. Als der König abgereist ist, rät Katte der jungen Martha, nun auch wieder ins Leben zurück zu kehren und eine neue Verbindung einzugehen. Er fordert sie eindringlich auf: Lebe! Blühe, Tochter!

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