Das goldene Haus

Ein Schauspiel in drei Aufzügen von Otto Brües   3D 5H

Venedig 1923. Baron Falconi kennt nur eine Leidenschaft: er möchte sein Haus, das Ca d'Oro, zu einem einmaligen Museum gestalten. Falconis Neffe Giacomo lebt zwar unter dem Dach seines Onkels, hat jedoch für dessen Passion kein Verständnis. Er ist ein Lebemann, was seiner Geliebten Elda ein Dorn im Auge ist, so dass sie sich von ihm trennt und für den Schneider Beppo entscheidet. Giacomo zeigt daraufhin Beppo aus fadenscheinigen Gründen an. Falconi missbilligt Giacomos Verhalten und er weist ihn als Denunzianten aus dem Hause. Doch auch Falconis Angebete, Gemma Cosini, ist nicht von Falconis Plänen angetan. Sie wirft Falconi vor, seinen Blick rückwärts anstatt in die Gegenwart zu richten: nicht ein Museum solle er schaffen, sondern ein Hospiz, ein Stift, etwas allen Menschen nützliches und keinen Tempel für einen elitären Kreis auserwählter Kunstkenner. Nach dieser Auseinandersetzung mit Giacomo gibt Falconi sich und sein Projekt auf: zu deutlich hat dieser ihm gezeigt, dass Falconi ebenfalls mit unsauberen Methoden arbeitet und nicht besser als jeder andere Denunziant ist. Er kann seinen eigenen Maßstäben nicht mehr standhalten. Er schickt Gemma fort, möchte aber zuletzt noch wissen, ob sie seinen Heiratsantrag angenommen hätte. Sie verneint diese Frage und erklärt, dass sie sich ganz dem caritativen Dienst verpflichten und in ein Kloster gehen will. Daraufhin ändert Falconi sein Testament: das Ca d'Oro und sein gesamter Besitz sollen ihrem Orden zufallen. Anschließend geht er in seinen Garten, wo er sich erschießt.

Hochdeutsch

Anmelden   um Ansichtsexemplare zu bestellen.