Der ewige Walzer

Operette in 3 Akten von Bruno Hardt-Warden und Rudolf Köller. Musik Heinrich Strecker   7D 11H 3Dek

U: Stadttheatrer Bremen, 5. Februar 1938

In der Wäscherei der Frau Emma Neulechner treffen sich die jungen Musiker Franz Riedinger und Gustl Nachtigall. Über diesen Besuch ist vor allem Gretl, Nichte von Frau Neulechner, höchst erfreut. Sind doch Franz und sie ein Liebespaar. Gustl hingegen ist nur gekommen, um Wäsche für seine Geliebte Mizzi Pamperl abzuholen. In besagter Wäscherei ist auch Johann Strauß Kunde. Er pflegt auf Manschetten Kompositionen zu schreiben, so auch mehrere Takte zu "An der schönen blauen Donau". Gretl und Gustl finden die vom Diener des Komponisten gesuchte Manschette, wobei Gustl sofort die Bedeutung dieser Melodie erkennt. Er notiert sich diese und gibt sie als seine Schöpfung aus. Stets von Geldnöten geplagt, verkauft er die Melodie an den Grafen von Dolgoruczky, damit dieser sie zu Ehren seiner verehrten Baronin von Brugg vorspielen kann. Zum Leidwesen von Strauß kann er durch den Verlust der Manschette nicht an einem Walzerwettbewerb, der mit einer Siegprämie von 1.000 Gulden dotiert ist, teilnehmen. Damit steigt jedoch die Chance für Franz, hat er doch einen exzellenten Walzer eingereicht. Hoffnungsfroh über den zu erwartenden Geldsegen, verspricht Gretl ihre Hand dem reichen Sperl, vorausgesetzt, die Schulden ihrer Tante könnten binnen drei Tagen nicht an ihn zurückgezahlt werden. Aber bis dahin ist ja der Wettbewerb entschieden! Bei einem Fest im Palais des Grafen von Dolgoruczky wird nun die vermeintlich von Gustl stammende Walzermelodie, die der Graf jedoch als seine Komposition ausgibt, zu Gehör gebracht. Die anwesende Gretl erkennt sofort den musikalischen Diebstahl und fasst den Entschluss: Der Walzerkomponist Johann Strauß darf nicht betrogen werden. Gretl informiert ihren Franz und dieser setzt die Festgesellschaft von der Untat in Kenntnis. Der Graf gibt daraufhin Strauß sein Werk zurück. Durch Gretls Ehrlichkeit ist es nun für Strauß möglich, am Wettbewerb teilzunehmen, den er erwartungsgemäß gewinnt. Gretl jedoch scheint rettungslos dem habsüchtigen Sperl ausgeliefert zu sein. Als Strauß die missliche Situation von Gretl und Franz erfährt, verzichtet er zugunsten der beiden Liebenden auf seine Siegesprämie und ihrem Glück steht nichts mehr im Wege.

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