Öwergang

Eernsthaftig Spill in twee Törns von Ivo Braak   4D 3H 1Dek

1989, zur Zeit der deutsch-deutschen Wende: Die Stimmung in einem kleinen grenznahen Dorf zur ehemaligen DDR wird immer hitziger, als bei einer Sitzung plötzlich das Licht ausfällt und Schüsse zu hören sind. Hinter dem Rücken des Großbauern und Bürgermeisters Jan Delfs beschließen die Alteingesessenen: Das muss ein Ende haben. Keine Flüchtlinge mehr im Dorf! Zwei von ihnen übermitteln das Jan bei einem abendlichen Besuch und verlangen von ihm, sich den Vorgaben des Landes zu verweigern. Jan ist enttäuscht von ihrer Kleingeisterei und setzt sich zur Wehr. Das noch mit umso mehr Elan, als eine der DDR-Flüchtlinge seine ihm bis dahin unbekannte Schwägerin Olga ist, die Frau seines Bruders Heine, der seit Jahren verschwunden ist, und mit dem er in der Vergangenheit gerne einiges besser gemacht hätte. An Olga könnte er aber etwas wieder gutmachen, und in einer großen Aussprache erkennen beide, dass sie ihre Geschichte von nun an immer verbinden wird ...
Ivo Braak widmete dieses Stück dem bekannten Worpsweder Maler Heinrich Vogeler (1972 - 1952), der mit der kollektiven Leitung und Bearbeitung eines Hofes kurz nach dem 2. Weltkrieg ein bekanntes sozialistisches Experiment realisierte. Das relativ kurze Schauspiel ist von eindrücklicher Aktualität.

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