Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen

Ein lustiges Gespenstermärchen für Kinder frei nach Grimm. Buch und Liedertexte Heinz Wunderlich. Musik Jasper Vogt   2D 5H - Verw.

U: Niederdeutsche Bühne Kiel, 1977

Unterschiedlicher als Ulrich und Kasper können zwei Brüder kaum sein: Ulrich fürchtet sich vor allem und jedem, am liebsten verkriecht er sich hinter seine Bücher. Kasper ist lange nicht so schlau wie sein Bruder, dafür aber viel mutiger. Er bringt mit seiner Furchtlosigkeit sogar die vielen Gespenster aus der Schule des Professors Patrick McGhost fast zur Verzweiflung. Kasper hat nur einen großen Wunsch - er möchte das Fürchten lernen. So zieht er hinaus in die Welt, heimlich begleitet durch die ehrgeizigen Gespenster, und wird bei einem Küster angestellt, der jedoch Kasper nicht zum Gruseln bringt und sich letztendlich ein Bein bricht. Auch im "Wirtshaus am Schloss" fürchten sich alle Gäste vor den mitgereisten Gespenstern, nur Kasper lacht sie alle aus. Dann trifft er auf einen König, der sein verwunschenes Schloss nur dadurch erlösen kann, dass ein Furchtloser drei Nächte darin wacht und dadurch den Bann löst. Kasper nimmt diese Aufgabe an und meistert sie mit Bravour - auch die schrecklichsten Erscheinungen können ihm nichts anhaben. So erlöst er das Schloss und erhält zum Dank die Hand der Königstochter. Die schafft es schließlich, ihm das Fürchten beizubringen, indem sie ihm ein Goldfischglas überschüttet, was ihn derart erschreckt, dass er sich endlich gruselt. In der Ferne freuen sich die Gespenster. Diese äußerst humorvolle und kindgerechte Fassung versteht es, die zuschauenden Kinder immer wieder in die Handlung einzubeziehen und dadurch die turbulente Spannung bis zur unerwarteten und witzigen Auflösung aufrecht zu erhalten.

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