Tischlein, deck dich, - Esel, streck dich, - Knüppel, aus dem Sack!

Ein Kindermärchenlustspiel in 3 Bildern von Robert Bürkner   3D 7H 2Dek

Aus Zorn hat der Schneider einst seine Söhne weggejagt – und bereut es drei Jahre später sehr, war er doch damals auf eine Tücke seiner Ziege hereingefallen. Nun haben die Söhne in der Fremde ihre Lehrzeit abgeschlossen und sind auf dem Heimweg, jeder mit einem besonderen Gesellenstück ausgestattet. Beim Gasthaus "Zu den zwei Raben" möchte zuerst Fritz, der Schreiner, rasten. Aber die Wirtsleute sind viel zu faul, um Gäste zu bewirten, lieber lassen sie die brave Magd Guste für Dreie schuften. Glücklicherweise hat Fritz ein Tischlein dabei, das sich auf Kommando von selbst mit den herrlichsten Köstlichkeiten deckt. Als die Wirtsleute das herausfinden, vertauschen sie kurzerhand das Tischchen gegen ein wertloses Exemplar aus ihrem Fundus. Nicht besser ergeht es dem Müllergesellen Franz, den die faulen Wirtsleute um seinen Goldesel betrügen. Daheim beim Vater droht der nächste Wutausbruch, als die vermeintlichen Geschenke seiner betrogenen Söhne sich als wertlos erweisen. Erst der dritte Sohn, der Drechsler Fridolin, kann mit seinem Knüppel aus dem Sack helfen: er lässt die Wirtsleute derart verprügeln, dass sie die gestohlenen Gegenstände wieder herausgeben und ihnen zudem die Faulheit für immer ausgetrieben wird. Glücklich kehren Vater und Söhne heim nebst Guste, die Franz' Braut geworden ist.

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Diese Märchenfassung gießt die Handlung in einer geschickte Dramaturgie, die mit Rückschauen, einer Mittlerfigur zum Publikum und gut gebauten Dialogen arbeitet. Lustige und sympathische Zusatzfiguren wie die neugierige Nachbarin Lise oder die gutmütige Magd Guste, die bei den Wirtsleuten schuften muss, erweitern das Spielangebot sehr schön. Zahlreiche Volksliedeinschübe lockern das Geschehen zusätzlich auf. Der Märchenpostillon begleitet durch das Geschehen und fordert die Kinder immer wieder zum fröhlichen Mitmachen auf. So wird das Ganze zum „Kindermärchenlustspiel“ wie die Rhein-Zeitung (21.11.2018) zu den Aufführungen des Frauentreffs Dernbach Ende 2018 treffend hervorhob. Auch das TiO, das Theater in Osterholz-Scharmbeck, zeigte dieses liebevoll-lustige Bühnenmärchen im letzten Jahr zur Vorweihnachtszeit und sorgte damit für „eine kurzweilige Märchenstunde für alle Kinder und ihre Begleitung“ (Osterholzer Anzeiger; 09.12.2018). „Das Stück hat dem Publikum nicht nur Spaß gemacht. Dank der Erzählerin haben die Kinder auch gleich ein paar alte Handwerksberufe, etwa den des Dreschers, kennengelernt“, gefiel dem Osterholzer Kreisblatt (03.12.2018). Gegen Ende der Osterholzer Aufführungsserie beschrieb wiederum das Osterholzer Kreisblatt (25.12.2018): „Gleich zu Beginn werden die Kinder von der Erzählerin behutsam an die Hand genommen. Sie sitzt dann die ganze Zeit über auf der Bühne und strickt vor sich hin. Das tut dem Stück gut und verleiht ihm eine gewisse Gemütlichkeit. Die Erzählerin sorgt mit ihren Fragen auch dafür, dass die Kinder ins Stück miteinbezogen werden. Weiter gehört mehrfach ein gemeinsames Singen zur Aufführung. … Im Vergleich zum Grimmschen Märchen ist das Theaterstück um etliche Personen bereichert worden. Sie bringen zusätzlich Schwung und Abwechslung in die Handlung.“ – Dieses Stück ist also eine gute Empfehlung für alle, die entgegen aller Hektik eine stimmungs- und liebevolle Märchenatmosphäre schaffen wollen. Tischlein, deck dich, - Esel, streck dich, - Knüppel, aus dem Sack! , Märchen und Kinderstücke 2019 18.02.2019

„Ich bin so satt, ich mag kein Blatt, mäh mäh mäh“ – mit diesem Satz legt eine störrische Ziege alle drei Söhne des Schneiders herein, um danach beim Hausherren zu behaupten, sie habe kein Hälmchen zu fressen bekommen. Tischlein, deck dich, - Esel, streck dich, - Knüppel, aus dem Sack! , Märchen und Kinderstücke 2020 02.03.2020

Bürkner legt eine im Kern traditionelle Märchenfassung vor, die dramaturgisch geschickt angelegt ist. Durch die Handlung führt ein Märchenpostillon, der die Kinder auch immer wieder zum Mithelfen einlädt. Die Dialoge bauen Spannung auf und bringen das Geschehen auf den Punkt. Lieder lockern an gut platzierten Stellen auf. Kurz, ein unterhaltsames Märchenstück, mit dem man nichts falsch machen kann. Einen „Riesenerfolg“ (Neue Osnabrücker Zeitung; 24.11.2014) landete man damit kürzlich bei der Waldbühne Melle. „’Das war ein vorweihnachtliches Highlight’, sagte eine Mutter, die mit ihrem sechsjährigen Sohn in der Vorstellung war, am Ausgang begeistert.“ (ebda.) Tischlein, deck dich, - Esel, streck dich, - Knüppel, aus dem Sack! , Märchen und Kinderstücke 2015 09.02.2015

14.12.19   Norderstedter Amateurtheater   22848 Norderstedt Premiere

30.11.18   Frauentreff Dernbach   56428 Dernbach Premiere

30.11.18   Theater in OHZ / TiO   27711 Osterholz-Scharmbeck Premiere