19.01.2017   19:30 Uhr Premiere

Ernst-Deutsch-Theater

Ernst-Deutsch-Theater
Ulmenau 25
22087 Hamburg

Foto 51

Schauspiel von Anna Ziegler. Deutsch von Maria Harpner und Anatol Preissler  1D 5H Verw.

Zu Beginn der 1950er Jahre verlässt die junge und passionierte Wissenschaftlerin Rosalind Franklin das Pariser Laboratoire Central und tritt eine neue Stelle am berühmten Londoner King's College an. Doch ihre hohen Erwartungen werden jäh enttäuscht. Statt eines eigenen Forschungsprojekts erwartet sie dort lediglich eine Stelle als Assistentin des Molekularbiologen Maurice Wilkins: Sie soll mit Hilfe von Röntgenstahlung Molekularstrukturen sichtbar machen. Rosalind findet sich in einer rein männerdominierten Wissenschaftswelt wieder, aus deren Strukturen sie als Frau völlig ausgeschlossen wird. Dementsprechend verbissen reagiert sie, schließt Wilkins und nahezu sämtliche Kollegen aus ihrer Arbeit aus. Der Assistent Ray Gosling, der mit Wilkins und Franklin das Labor teilt, versucht zu vermitteln. Doch Rosalind kapselt sich ab und wirft sich um so leidenschaftlicher in ihre Arbeit. Sie optimiert die Kamera und erzielt immer bessere Ergebnisse bei ihren Aufnahmen der menschlichen DNA. Das registrieren auch die männlichen Kollegen, die in den Clubs und Mensen zusammensitzen und sich austauschen. Denn nicht nur Franklin und Wilkins sind hinter dem Geheimnis des Lebens her – auch in Cambridge arbeiten die Wissenschaftler Francis Crick und James Watson mit Hochdruck an dieser Aufgabe. Die Forschung an der DNA entwickelt sich zu einem regelrechten Wettrennen. Vergeblich versuchen Crick, Watson und Wilkins, an die Ergebnisse Rosalinds zu kommen, die jeglichen Versuch eines Gedankenaustausches im Keim erstickt. Und dann gelingt Rosalind der Beweis für die Struktur der DNA: Foto 51. Eine Entdeckung, die sie mit ihrem Leben bezahlen wird ...
Eine faszinierende Geschichte um die größte humanbiologische Entdeckung des 20. Jahrhunderts, welche die Autorin Anna Ziegler fast als Wissenschaftskrimi präsentiert, getragen von der hohen Leidenschaft und dem brennenden Eifer der Figuren. Beeindruckend, mitreißend bis zum Ende, melancholisch, wenn es sichtbare Auswege gäbe, oder auch die Möglichkeit privaten Glücks ... ein Drama, das einen unvergesslichen Theaterabend beschert.

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