Tanz in die Mai…
…Uraufführungen! Gleich zwei Komödien feierten am 1. des Wonnemonats Premiere, und die Zuschauer hielt es nicht auf den Stühlen.
Noch während die Darsteller am Weyher Theater das letzte Lied präsentierten, begann das Publikum mitzutanzen, zu singen und zu klatschen. Und das war nicht das erste Mal an diesem Abend, denn Nordseewind und Schlagerträume von Kay Kruppa und Frank Pinkus verbreitet ab der ersten Minute gute Laune. Entstanden in Zeiten der Corona-Lockdowns, bietet dieser Abend nicht mehr und nicht weniger als Party-Stimmung pur, was immer man von (deutschen) Schlagern auch halten mag. Wohl steht das Happy End schon zu Beginn irgendwie fest, aber bis dahin müssen Vorurteile über Großstädter ebenso wie über Landpomeranzen aus dem Weg geräumt werden – und ein störender Anwalt. Fazit der Kreiszeitung: „Eine ganz und gar unterhaltsame, publikumsnahe Inszenierung mit viel musikalischem Drive, starken Ensembleleistungen und einem klaren Gespür für das, was Theater im besten Fall sein kann: gemeinsam erlebte Emotion.“
Quasi die Fortsetzung erzählen dieselben Autoren am Theater Schwarzenbek. Da ist man in klassischer Boulevardkomödien-Manier schon so lange zusammen, dass man dem Alltag mit einem Seitensprung entfliehen möchte. Aber so Sturmfrei, wie es der Titel verspricht, ist die Wohnung von Thomas’ bestem Freund Peter nicht, wie nicht nur die untreuen Herren der Schöpfung feststellen müssen, sondern auch die eine oder andere Dame.
Weiter geht’s in wenigen Tagen mit der dritten Uraufführung im Mai: Jan Radermacher und Timo Riegelsberger haben sich Schneewittchen vorgenommen und erzählen die Geschichte bei den Brüder Grimm Festspielen in Hanau auf ihre unvergleichliche Weise neu.
– 04.05.2026