Mörderischer Winter

Klirrende Kälte, Schnee und eine fast unheimliche Stille schaffen eine Atmosphäre, in der jedes Geräusch intensiver wirkt. Genau dieses Setting bildet den idealen Rahmen für gruselige Theaterabende, die unter die Haut gehen. Unsere kleine Auswahl unheimlicher Stücke spielt besonders gern – aber nicht ausschließlich – in frostigen Szenerien und lädt dazu ein, sich genüsslich dem Schrecken hinzugeben.

Wissenschaft und Wahnsinn treffen aufeinander in Doktor Jekyll und Mister Hyde. In Dracula und Die Familie des Vampirs lauert das Grauen nicht nur in dunklen Schlössern. Mary Rose geht mit leiser, beinahe poetischer Unheimlichkeit unter die Haut. Mit Das Revival verschwimmen Realität und Übersinnliches auf beunruhigende Weise. In die Kälte eines ägyptischen Grabes verschlägt es die Protagonisten in Sherlock Holmes und der Fluch des Pharao, wo ein uralter Bann den Meisterdetektiv herausfordert. Abgerundet wird das Programm durch Die Katze und der Kanarienvogel / Der Unheimliche, zwei Bearbeitungen des Originals von John Willard, die klassischen Krimi mit schauriger Atmosphäre verbinden und das Publikum bis zur letzten Minute in Atem halten. Perfekt für alle, die den Winter lieben – oder sich gern ein wenig fürchten.

Und dann gibt es da noch die Geschichte mit dem Blut im Schnee und dem größten Wunsch einer Königin: „Hätt’ ich ein Kind, so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen!“ Ein Märchen, aber in der Bearbeitung von Jan Radermacher und Timo Riegelsberger eines, das unglaublich spannend zu werden verspricht …

– 07.02.2026