Play – Pause – Play

Eine Folge der Lockdowns, ob sie nun „light“ oder „Wellenbrecher“ hießen, war leider auch, dass viele Inszenierungen abrupt pausieren mussten. Eine ganze Reihe erfolgreicher Produktionen konnte aber durch das Kulturkoma gerettet werden, und so freuen wir uns riesig auf und über etliche Wiederaufnahmen!

Die jäh unterbrochene Erfolgsserie von Die Tür mit den sieben Schlössern am Hamburger Imperial Theater – „in Frank Thannhäusers Regie ein voller Erfolg“ (Hamburger Abendblatt) – setzt sich seit der Wiederaufnahme am 12. August – wechselnd unter 2G und unter 3G – fort, und voraussichtlich im April 2022 wird dieser Krimi auch am Karlsruher Jakobus Theater zu sehen sein.

Selbst Stücke mit kleiner Besetzung waren vor den Schließungen nicht sicher. Am Erthaltheater Aschaffenburg und der Comödie Dresden konnte Zwei wie Bonnie und Clyde nach einem Jahr Pause endlich wieder gespielt werden, am Boulevardtheater Deidesheim öffnete sich der Vorhang erneut für die Erfolgsproduktion von Bleib doch zum Frühstück, beim Plüderhauser Theaterbrettle für Runter zum Fluss, am Kölner Horizont Theater für Wie steht's, Mata Hari?, am Bamberger Theater am Michelsberg für Candlelight und Liebestöter, am Erfurter Theater im Palais für Was Frauen wirklich wollen und am OFF Theater Salzburg für Beatles an Bord.

„Das Publikum hat viel zu lachen“ berichtete der Mannheimer Morgen im Oktober 2020, als Mein Mann wird Mutter von Frank Pinkus am Oststadt Theater Premiere feierte, aber auch hier hieß es nach nur zwei Aufführungen: Schluss mit lustig. Ein Jahr später kann diese Komödie, wie auch die Landeier an demselben Haus (und auch am Leo Theater Schwelm und auf dem Theaterschiff Lübeck), endlich wieder gezeigt werden.

Das Münchner Blutenburgtheater konnte die von Frank Piotraschke eigens corona-tauglich geschriebene – „hinreißend komische“ (Münchner Merkur) – Kriminalkomödie (für drei Schauspieler und eine Nebelmaschine) Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville mittlerweile auch wieder auf die Bühne bringen; noch bis in den Februar hat das Publikum nun Gelegenheit, diese vor Wort- und Situationskomik nur so strotzende Inszenierung live zu erleben.

Ich hasse dich – heirate mich! heißt es am Prinzregententheater Ludwigshafen wieder, wie zuvor schon in Braunschweig und Wuppertal, wo dieses „Feuerwerk voller Tanzschritte, beschwingter Musik, Nachbarschaftsgeschichten und vieler Tipps, wie man einer Pandemie am besten mit viel Humor begegnen kann“ (luenen.de), das Publikum eroberte.

– 27.10.2021