Von der Bühne auf die Leinwand und umgekehrt

Am 5. Februar 2013 feiert im Londoner Odeon Theatre inmitten des West End eine der schon jetzt erfolgreichsten Komödien aller Zeiten Premiere – das besondere: das Odeon Theatre ist ein Kino und die Komödie stammt von Ray Cooney und ist sein Theaterstück „Taxi, Taxi“, das er jetzt fürs Kino bearbeitete.

Auf der Suche nach zugkräftigen Titeln – Von der Komödie über Krimi und Thriller bis zum hochdramatischen Schauspiel reicht das Spektrum von Werken, die z.T. erst für die Bühne geschrieben und dann verfilmt wurden, oder die in Film und Fernsehen so bekannt wurden, dass hieraus Bühnenadaptionen entstanden.

Dienstags bei Morrie
wurde zuerst als Buch und mit Jack Lemon in seinem letzten Film ein Überraschungserfolg, den die Bühnenfassung kongenial umsetzte.

Das Ekel
Mit Heinz Ehrhardt und anderen unvergesslichen Stars entstanden in den 50er und 60er Jahre Filme, die noch heute das Bild dieser Zeit prägen. Hans Reimanns Komödie bildete die Vorlage für den schon damals enorm erfolgreichen Film „Der Haustyrann“, der seitdem immer wieder auch im Fernsehen gezeigt wird.

Ein Fall für Pater Brown
Die bekannte Romanfigur von K.G. Chesterton, berühmt in Deutschland durch die Filme mit Heinz Rühmann, ermittelt auf der Bühne nicht minder überzeugend.

Funny Money
Der Bühnenhit von Ray Cooney wurde 2006 mit dem amerikanischen Starkomiker Chevy Chase verfilmt und fand auch in diesem Medium schnell ein begeistertes Publikum.

Der Hund von Baskerville
erschien zuerst als Buch, die erste Verfilmung – gefolgt von zahlreichen weiteren Versionen für Film und Fernsehen – war sogar noch ohne Ton. Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieser Klassiker auch den Stoff für eine hochspannende Bühnenversion lieferte.

Das indische Tuch
Edgar Wallace' Erzählung „The case of the frightened Lady“ erschien auf Englisch auch bald als Theaterstück und wurde in mehreren Sprachen verfilmt, in Deutschland 1963 unter dem Titel „Das indische Tuch“. Auch als Theaterstück ist dies ein Krimi, wie er spannender und überraschender nicht sein kann.

Die Hölle wartet nicht
Dieser packende Thriller entstand für die Bühne. Seine geschickte Dramaturgie bewährte sich auch in der Verfilmung unter dem Titel „The I inside“, für die der Autor Michael Cooney – wie schon bei vielen anderen Filmprojekten – selbst das Drehbuch schrieb.

Lantana
feierte zuerst weltweit auf der Bühne große Erfolge, um 2001 in Starbesetzung mit Geoffrey Rush u.a. verfilmt zu werden. Andrew Bovell schuf ein hypnotisches Meisterwerk, das Film- und Theaterschaffende ebenso in seinen Bann zieht wie das Publikum.

Mord an Bord
Bekannte Titel bekannter Autoren in Verfilmungen mit bekannten Schauspielern wie Sir Peter Ustinov, Bette Davis u.a. zu besetzen ist für manche Produzenten der Königsweg zum Erfolg. Dabei reicht meist ein gutes Stück als Vorlage für einen Film – wie hier von Agatha Christie für den Film „Tod auf dem Nil“ – der auch auf der Bühne Garant für spannende Unterhaltung und volle Häuser ist.

„Rain Man“
Den berühmten Film mit Dustin Hofmann und Tom Cruise gibt es nun auch in einer ungemein starken und berührenden Bühnenversion, die zeigt, dass Theater auch überlebensgroß erscheinende Vorbilder hervorragend umzusetzen.

Stepping Out
Schon vor der Verfilmung mit Liza Minelli wurde diese charmante Komödie von Richard Harris im Londoner West End uraufgeführt und feierte bald auch in Deutschland auf Tournee und in vielen Inszenierungen Triumphe.

Suche impotenten Mann fürs Leben
Der Erfolgsroman von Gaby Hauptmann feierte, nachdem er einem breiteren Publikum insbesondere in der Verfilmung mit Katja Riemann bekannt wurde, Ende 2010 rauschende Bühnenpremiere und wurde seitdem bereits von diversen Theatern nachgespielt.

Sweeney Todd
Als Theaterstück legendär, im Film populär, zuletzt ein Erfolg in der Filmfassung von Tim Burton mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman u.a.

Die toten Augen von London
1929 erstmals in deutscher Sprache erschienen, 1961 mit Joachim Fuchsberger verfilmt und jetzt bereit für die deutschsprachigen Bühnen: herrlich schaurig und komisch zugleich.

Und dann gabs keines mehr
Die Queen of Crime Agatha Christie selbst schrieb die Bühnenversion, kurz nachdem der Kriminalroman erschien. Die erste Verfilmung folgte bald, und zwar 1945 von dem Großmeister René Clair. Das meistgelesene Werk Christies wird seit Jahren erfolgreich auf deutschen Bühnen gespielt.

Der unheimliche Mönch
Edgar Wallace' Kurzgeschichte erschien 1930 unter dem Titel „The Terror“. Die Verfilmung von 1965 mit Uschi Glas machte die Story auch im deutschsprachigen Raum bekannt. Frank Thannhäuser hat nun eine großartige Version für die Bühne geschaffen.

Urlaub mit Papa
Der beliebte Roman von Dora Heldt fesselte als Film ein Millionenpublikum und hat das Zeug, auch auf der Bühne Lachtränen in die Augen zu treiben.

Verzauberter April
Elizabeth von Arnims Novelle erschien erstmals im Jahr 1922 und ist seitdem ein Bestseller geblieben. 1991 flimmerte der Stoff in wunderschönen Bildern über die große Leinwand. Matthew Barbers Bühnenbearbeitung beweist, warum dieses Buch das Zeug zum Klassiker hat.

Zeugin der Anklage
Mit Marlene Dietrich und Charles Laughton legendär, beweist auch dieser Titel von Agatha Christie, dass eine Bühnenfassung neben einer Maßstäbe setzenden Verfilmung Bestand haben kann – hunderte von Inszenierungen weltweit sprechen eine deutliche Sprache.

Zusammen ist man weniger allein
Der Roman von Anna Gavalda fand seine Vollendung in der hinreißenden französischen Verfilmung mit Audrey Tautou und verzauberte das Publikum bereits in mehreren Produktionen auch auf der Bühne.

– 20.01.2013