Ruth Wright

Papa, ich will auch noch den Mond haben   Stagnaro, Gudio / Frommlet, Wolfram 2D 2H 1Dek

Was es auch ist, die Zirkus-Clowns Cocca und Cocco lesen ihrer Tochter Cocchina jeden Wunsch von den Lippen ab und verwöhnen sie nach Strich und Faden. Blöd nur, dass der neueste Wunsch des jungen Mädchens nicht mit Geld zu kaufen ist: sie hätte gern den Mond im ohnehin mit Spielzeug überfüllten Wohnwagen der Eltern. Auch mit neuen Puppen ist sie nicht von ihrem Wunsch abzubringen. Glücklicherweise kennt Papa Cocco den durchgeknallten Erfinder Peperone, der die seltsamsten Apparaturen baut und der ihn mit einer Kanone auf den Mond schießen soll, damit er ihn einfach im Vorbeifliegen „einsammeln“ kann. Blöd nur, dass er knapp daneben schießt. Aber „am Ende erkennt Cocchina, dass es viel wichtiger ist, einen Papa zu haben als den Mond“ lautete das Fazit der Badischen Neuesten Nachrichten nach einer Premiere mit „beachtlichem Bühnenzauber“, die vor allem durch ihre „traumhaft-verspielten Sequenzen“ auffiel, „in denen die Zirkusleute in andere Rollen schlüpfen“ (Badische Neueste Nachrichten; 23.06.2003); so werden aus ihnen unter anderem Aufziehpuppen, Bäume und Fische. Bereits bei der Uraufführung im Hamburger Theater für Kinder zeigte sich das Publikum „begeistert“ und die Deutsche Presse-Agentur sprach von einem „handfesten Erfolg“, für den es „viel Beifall“ gab (Deutsche Presse-Agentur, 24.11.1971). Genau wie der Holsteinische Courier, der titelte: „Beifallssturm im Kinderparadies“ (Holsteinischer Courier, 14.12.1971). Papa, ich will auch noch den Mond haben , Kleine Stücke für kleine Leute 15.06.2020