Adolph L'Arronge

Der 1838 in Hamburg geborene und 1908 gestorbene Adolph L'Arronge war der erfolgreichste Theaterleiter und Bühnenautor des Wilhelminischen Zeitalters.
Theodor Fontane schrieb: "...Wie zu erfahren, ist auch die gesamte Provinz von dem seltsamen L'Arronge-Fieber befallen. Und Wien meldet Aufführungsziffern, wie man sie nie zuvor als reell hätte akzeptieren können!..."
Dabei war das Erfolgsrezept seiner Werke, die meist mit einem Co-Autor entstanden, "einfach": Er verpackte seine bissige Sozial- und Gesellschaftskritik in einem Mantel von "leichter Kost und zündendem Witz".
Das Stückeschreiben war nur sein finanziell einträgliches Hobby. L'Arronge, der im Leipziger Konservatorium Musik studierte, wurde schon mit 28 Jahren Direktor der Berliner Krollschen Oper. Mit einer Unterbrechung von vier Jahren, in denen er das Breslauer Lobe-Theater leitete, blieb er seiner Wahlheimatstadt Berlin treu. - Dort eröffnete er 1883 nach zweijähriger Umbauzeit das Deutsche Theater Berlin mit Schillers "Kabale und Liebe". Den "Ferdinand" spielte Josef Kainz. Nach Otto Brahm übernahm 1905 Max Reinhardt dieses Theater.
In der Komödie "Die Nacht der wohltätigen Damen" hat G.W. Sperch alle verschleiernden Nebensächlichkleiten und damit L'Arronge Spot über die verlogene Hof-Gesellschaft Berlins, die ihn wegen seiner Affären nie voll akzeptierte, konzentriert. In dieser essentiellen Form mehr anzeigen

Der 1838 in Hamburg geborene und 1908 gestorbene Adolph L'Arronge war der erfolgreichste Theaterleiter und Bühnenautor des Wilhelminischen Zeitalters.
Theodor Fontane schrieb: "...Wie zu erfahren, ist auch die gesamte Provinz von dem seltsamen L'Arronge-Fieber befallen. Und Wien meldet Aufführungsziffern, wie man sie nie zuvor als reell hätte akzeptieren können!..."
Dabei war das Erfolgsrezept seiner Werke, die meist mit einem Co-Autor entstanden, "einfach": Er verpackte seine bissige Sozial- und Gesellschaftskritik in einem Mantel von "leichter Kost und zündendem Witz".
Das Stückeschreiben war nur sein finanziell einträgliches Hobby. L'Arronge, der im Leipziger Konservatorium Musik studierte, wurde schon mit 28 Jahren Direktor der Berliner Krollschen Oper. Mit einer Unterbrechung von vier Jahren, in denen er das Breslauer Lobe-Theater leitete, blieb er seiner Wahlheimatstadt Berlin treu. - Dort eröffnete er 1883 nach zweijähriger Umbauzeit das Deutsche Theater Berlin mit Schillers "Kabale und Liebe". Den "Ferdinand" spielte Josef Kainz. Nach Otto Brahm übernahm 1905 Max Reinhardt dieses Theater.
In der Komödie "Die Nacht der wohltätigen Damen" hat G.W. Sperch alle verschleiernden Nebensächlichkleiten und damit L'Arronge Spot über die verlogene Hof-Gesellschaft Berlins, die ihn wegen seiner Affären nie voll akzeptierte, konzentriert. In dieser essentiellen Form hätte die Komödie kaum die damalige Zensur passieren können. Das Volksstück "Wenn Erna träumt" ist die einzige Arbeit, die in L'Arronge Geburtstadt Hamburg spielt.
L'Arronge starb, wie er gelebt hatte: "Während ihm eine Demimonde "die Füße wärmte", das Champagnerglas noch in der Hand und den Nota-Block im Ridiculator."

Die Nacht der wohltätigen Damen   Sperch, Gustav 8D 3H 2Dek

Wenn Erna dröömt   Sperch, Wilhelm / Immenhof, Marga 3D 6H 1Dek Niederdeutsch

Wenn Erna träumt   Sperch, Wilhelm 3D 6H 1Dek

04.11.16   Die Nacht der wohltätigen Damen   Theaterverein Barocktheater Lambach   AT-4650 Lambach Premiere