Otto Brües

Wer war Otto Brües? "Ein guter Christ und ein schlechter Kirchgänger", sagt über ihn eine, die es wissen muss, seine Tochter und Biografin Eva Brües. Das umfangreiche Werk des Journalisten und Schriftstellers ist soeben in den Schriften des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland unter dem Titel "Die Erde lebt in ewigen Schöpfertaten. Texte christlicher Thematik" erschienen. Es porträtiert den gebürtigen Krefelder und Ehrenbürger der Stadt auf anschauliche Weise mit seinen vielfältigen Erzählungen, Dramen und Gedichten. Zugleich wird deutlich, dass die Texte Zeugnisse einer ganz persönlichen Frömmigkeit sind, vielfach entstanden in dunklen Zeiten des Werteverfalls in den Vorkriegsjahren ("wir atmen die Luft einer Zeit ein, ob wir wollen oder nicht", S. 2) und mitten im Krieg.

Otto Brües war nicht nur Schriftsteller, Erzähler, Lyriker. Der Umgang mit Texten war sein Beruf. 1897 im protestantischen Krefeld geboren, arbeitete er in den Zwanziger Jahren als Feuilletonist beim "Kölner Stadtanzeiger". Nach dem Militärdienst kehrte er 1943 an die "Kölnische Zeitung" zurück. In den Fünfziger Jahren leitete er das Feuilleton des "Mittag" in Düsseldorf, danach lebte er wieder in Krefeld bis zu seinem Tod im Jahre1967.

Schon früh fand der junge Otto Brües zu Texten mit christlicher Thematik. Als 19-jähriger Infanterist an der Westfront erfährt er mitten in der mehr anzeigen

Wer war Otto Brües? "Ein guter Christ und ein schlechter Kirchgänger", sagt über ihn eine, die es wissen muss, seine Tochter und Biografin Eva Brües. Das umfangreiche Werk des Journalisten und Schriftstellers ist soeben in den Schriften des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland unter dem Titel "Die Erde lebt in ewigen Schöpfertaten. Texte christlicher Thematik" erschienen. Es porträtiert den gebürtigen Krefelder und Ehrenbürger der Stadt auf anschauliche Weise mit seinen vielfältigen Erzählungen, Dramen und Gedichten. Zugleich wird deutlich, dass die Texte Zeugnisse einer ganz persönlichen Frömmigkeit sind, vielfach entstanden in dunklen Zeiten des Werteverfalls in den Vorkriegsjahren ("wir atmen die Luft einer Zeit ein, ob wir wollen oder nicht", S. 2) und mitten im Krieg.

Otto Brües war nicht nur Schriftsteller, Erzähler, Lyriker. Der Umgang mit Texten war sein Beruf. 1897 im protestantischen Krefeld geboren, arbeitete er in den Zwanziger Jahren als Feuilletonist beim "Kölner Stadtanzeiger". Nach dem Militärdienst kehrte er 1943 an die "Kölnische Zeitung" zurück. In den Fünfziger Jahren leitete er das Feuilleton des "Mittag" in Düsseldorf, danach lebte er wieder in Krefeld bis zu seinem Tod im Jahre1967.

Schon früh fand der junge Otto Brües zu Texten mit christlicher Thematik. Als 19-jähriger Infanterist an der Westfront erfährt er mitten in der Vernichtung, dass die Natur etwas Tröstendes und Bleibendes verheißt. Ein kleiner Käfer auf der Hand führt 1918 zur Schlussstrophe eines Gedichtes, dem der Buchtitel entnommen ist: "Flieg hin, flieg hin! Die Erde lebt in ewigen Schöpfertaten". In seinen vielen Gedichten und Gebeten, Erzählungen und Balladen verknüpft er immer wieder die Erfahrung Gottes in der Natur mit dem Ringen um Gott, Christentum und Kirche. Die Hauptfiguren seiner Dramen erleben Kämpfe – Seelenkämpfe – und bleiben doch Optimisten, am Ende. Sie sind außergewöhnliche Gestalten und historische Vorbilder, Männer und Frauen und oft auch katholisch, so z.B. der Heilige St. Martin Johanna von Orléans und die Heilige Cäcilie.

Ökumeniker ist Otto Brües sein ganzes Leben lang, nicht nur auf Grund seiner Herkunft. Sein Vater war katholisch, übrigens auch Journalist und Chefredakteur der Krefelder Zeitung, die Mutter protestantisch. "Katholisch – evangelisch – ich kann es nicht gegeneinander ausspielen. Ich bin Christ, sofern das nicht überhaupt über die Kraft eines Menschen geht, es zu sein", sagt Brües später, gegen Ende seines Lebens (S. 12). Die Institution Kirche wird ihm im Laufe des Lebens fremd. In den Gottesdienst geht er selten, lieber schreibt er. "Etwas Neues zu schaffen, empfand er seinen persönlichen Gottesdienst", sagt seine Tochter Eva (S. 10). Was den Vater aber nicht hinderte, häufig mit den Kindern zu beten und auch eigene Gebete zu verfassen.

Otto Brües war protestantischer Schriftsteller und ökumenischer Rheinländer. Die rheinische Fröhlichkeit, die er in Krefeld, Köln und Düsseldorf erlebte, fand Eingang in seine Texte. In "Stab und Stein", dem "Kölner Domspiel", sieht Brües selbst "ein Bekenntnis zum Rheinischen in seiner Verbindung von Frömmigkeit und Freude". "Nicht zuletzt durch diesen urfröhlichen Säuferfeldzug seines unkriegerischen Volkes wird der kampfeslustige Konstantin von Hostaden zur Friedlichkeit bekehrt und legt den Grundsein zum Kölner Dom" (S. 5), so Otto Brües im Jahre 1936. Drei Jahre später muss er ein zweites Mal in den Krieg, an die Westfront. (Ekir Pressestelle; 7.4.2003)

Das Christbaumspiel   6D 9H 5Dek

Der Fisch an der Angel   4D 7H 4Dek

Das goldene Haus   3D 5H

Gottorpsche Gesandschaft   4D 9H 2Dek

Johanna in den Zelten   2D 8H 2Dek

Die kluge Anna   3D 7H 3Dek

Meister Andreas   4D 13H

Menander bleibt in Athen   2D 9H 3Dek

Nansen   2D 8H

Spiegel der Helena   4D 4H

Die Väter   2D 5H 2Dek