Barbara Oertel

Konzerte für Kinder   Saint-Saens, Camille 1H 1Dek

In den frühen 1970er Jahren wagte die Autorin bis dahin im wahrsten Sinne Unerhörtes: statt Sprechtheater sollte es auch Konzerte für Kinder geben. Also erfand sie ein spannendes Konzept, in dem eine Geschichte erzählt wird, die das Publikum mit einbezieht. Die „Konzerte für Kinder“ bestehen dabei aus vier von Oertel sogenannten „Spielstunden“: „Tiere aus Noten“, „Märchenspiel aus Noten“, „Die Geschichte von frechen Noten, fliegenden Teppichen, dem Märchenland, Pistolen-Jim, dem Erdbeereisberggebirge und einer Wolkenfabrik“ und „Schulstunde nach Noten“. Wie bereits am Titel zu erkennen, ist jeder Spielstunde, jedem Konzert, ein bestimmtes Thema zugeordnet. So werden beispielsweise in „Tiere aus Noten“ den Instrumenten Tierstimmen und -charakteristiken zugeordnet. Durch die Spielstunden führt, neben dem Dirigenten, ein Sprecher/eine Sprecherin, der die Geschichten erzählt. Unterstützung bei den Geschichten erfährt er dabei von Bildern, die damals per Dia, heutzutage per Beamer an die Wand geworfen werden. Bereits bei der Uraufführung im Düsseldorfer Schauspielhaus war die Presse voll des Lobes. Die Düsseldorfer Nachrichten nannten die Idee „ein wunderbares Unterfangen“ (Düsseldorfer Nachrichten, 06.12.1976), für die Rheinische Post war es „ein wirkliches Geschenk“ (Rheinische Post, 06.12.1976) und auch die Ruhr-Nachrichten berichteten über die „begeisterten Kinder“, für die sich „diese Präsentation der Musiker mit ihren Instrumenten und ihrem jeweiligen Part als Riesenvergnügen“ (Ruhr-Nachrichten, 19.10.1993) erwies. Konzerte für Kinder , Kleine Stücke für kleine Leute 15.06.2020