Leo Lenz

Leo Lenz - mit bürgerlichem Namen Josef Rudolf Schwanzara wurde am 2. Januar 1878 in Wien geboren. Neun Jahre später übersiedelte er mit seinen Eltern nach Sachsen, da sein Vater die Leitung der Bautzener Papierfabriken übernahm.
Die Familie zog nach Dresden, wo Lenz das Realgymnasium "Drei-König-Schule" besuchte, an dem er 1896 als primus omnium das Abitur bestand. Anschließend studierte er an der dortigen technischen Hochschule Maschinenbau und legte 1902 das Staatsexamen ab. Kurze Zeit war er dann als Regierungsbaumeister im Sächsischen Stattsdienst tätig, schied aber auf eigenen Wunsch wieder aus, um sich ganz dem freien Beruf des Bühnenschriftstellers zu widmen, zu dem er schon frühzeitig eine besondere Neigung gefunden hatte. Die ersten kleineren Erfolge als Autor hatte er bereits während seiner Studienzeit gehabt. Er begann mit einer Verskomödie über den Vaganten und Dichter Francois Villon, die im Königlichen Schauspielhaus in Dresden uraufgeführt wurde. Eine Fülle unbeschwerter Stücke reihte sich an.
1902 hatte er seinen ersten Gedichtband veröffentlicht, dem nun mehr als 50 Bühnenwerke, vor allem Lustspiele, folgten. Unter dem Namen Leo Lenz wurde er somit bald bekannt.
Während des ersten Weltkrieges wurde Lenz als Hauptmann eingezogen. 1917 heiratete er, 1919 wurde sein Sohn und 1923 seine Tochter geboren. Drei Jahre zuvor war die Familie mehr anzeigen

Leo Lenz - mit bürgerlichem Namen Josef Rudolf Schwanzara wurde am 2. Januar 1878 in Wien geboren. Neun Jahre später übersiedelte er mit seinen Eltern nach Sachsen, da sein Vater die Leitung der Bautzener Papierfabriken übernahm.
Die Familie zog nach Dresden, wo Lenz das Realgymnasium "Drei-König-Schule" besuchte, an dem er 1896 als primus omnium das Abitur bestand. Anschließend studierte er an der dortigen technischen Hochschule Maschinenbau und legte 1902 das Staatsexamen ab. Kurze Zeit war er dann als Regierungsbaumeister im Sächsischen Stattsdienst tätig, schied aber auf eigenen Wunsch wieder aus, um sich ganz dem freien Beruf des Bühnenschriftstellers zu widmen, zu dem er schon frühzeitig eine besondere Neigung gefunden hatte. Die ersten kleineren Erfolge als Autor hatte er bereits während seiner Studienzeit gehabt. Er begann mit einer Verskomödie über den Vaganten und Dichter Francois Villon, die im Königlichen Schauspielhaus in Dresden uraufgeführt wurde. Eine Fülle unbeschwerter Stücke reihte sich an.
1902 hatte er seinen ersten Gedichtband veröffentlicht, dem nun mehr als 50 Bühnenwerke, vor allem Lustspiele, folgten. Unter dem Namen Leo Lenz wurde er somit bald bekannt.
Während des ersten Weltkrieges wurde Lenz als Hauptmann eingezogen. 1917 heiratete er, 1919 wurde sein Sohn und 1923 seine Tochter geboren. Drei Jahre zuvor war die Familie nach Berlin gezogen, in ein im Bezirk Mitte gelegenes Haus, ein Denkmal Altberliner Kultur: Das Possarthaus auf der Museumsinsel, Friedrichsgracht 58.
Zeitgenössische Berichte nannten es das "Sanssouci in Berlin". Dieses wenig bekannt gewordene Architekturjuwel war erstmals bereits auf dem Stadtplan 1688 verzeichnet.
Während des zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude 1944 durch Luftangriffe total zerstört. Lenz verlor damit nicht nur sein gesamtes Hab und Gut, die wertvolle Bibliothek, sondern vor allem auch diverse Entwürfe für künftige Arbeiten usw.
Nach der Ausbombung in Berlin nahm er Zuflucht in Eisenach, das ihm 12 Jahre neue Heimstätte wurde. 1956 kehrte Lenz mit seiner Familie nach Berlin zurück, wo er viele Jahre später starb.
Er war ein bescheidener Mann. In einem Interview - zitiert nach seiner Ehefrau - hat Lenz einmal erklärt: "Die Grenze der Unsterblichkeit überlässt du anderen, denn sie ziemen dir nicht. Aber du gibst dir Mühe, mit dem bescheidenen Talent, das dir verliehen ward, deine Mitmenschen fröhlich zu stimmen und sie für ein paar Stunden über die Sorgen des Alltags hinwegzuheben. Das ist vielleicht auch etwas." Und das war und ist sehr viel!

Hochtiedsreis' ahn Mann   Ott, Hans-Jürgen 3D 3H 1Dek Niederdeutsch

Pulteravend   Frank, Waldemar / Meier, Gerd 3D 6H 1Dek Niederdeutsch