Wolfgang Neruda

Wolfgang Neruda wurde 1964 geboren und hatte wohl keine Chance, "normal" aufzuwachsen.
Seine ersten Bücher waren Bühnenmanuskripte, denn seine Großmutter und auch sein Vater waren Verleger, und so ergab es sich fast zwangsläufig, dass Theater Bestandteil des täglichen Lebens war.
Seine Großmutter Ella Entsch war in der 1908 gegründeten "Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten", kurz "VVB", einem Unternehmen, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1843 zurückreichen, tätig, die sie in den 1920er Jahren mit einer Reihe von Verlagsdirektoren leitete. 1967 übernahm ihr Sohn Fritz Neruda die Leitung, der das Repertoire weiter ausbaute. Völlig unerwartet verstarb er 1991, und Wolfgang Neruda trat in die Geschäftsführung ein, nachdem er nach Abschluss seiner kaufmännischen Ausbildung bereits in einem Musikverlag und seit 1988 bei der "VVB" tätig gewesen war. Die Festigung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit ausländischen Verlagen, die persönliche Betreuung von Profi- und Amateurtheatern und die Ausweitung der Verlagstätigkeit auf den Bereich der neuen Medien stellten dabei einen Schwerpunkt der Tätigkeit dar. 1993 übernahm die "VVB" die Autoren und Werke des "textor theaterverlags" in ihr Programm, und daraus entstanden neue, spannende Projekte wie "Jim Knopf" als Musical oder eine Bühnenfassung von "Urmel aus dem mehr anzeigen

Wolfgang Neruda wurde 1964 geboren und hatte wohl keine Chance, "normal" aufzuwachsen.
Seine ersten Bücher waren Bühnenmanuskripte, denn seine Großmutter und auch sein Vater waren Verleger, und so ergab es sich fast zwangsläufig, dass Theater Bestandteil des täglichen Lebens war.
Seine Großmutter Ella Entsch war in der 1908 gegründeten "Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten", kurz "VVB", einem Unternehmen, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1843 zurückreichen, tätig, die sie in den 1920er Jahren mit einer Reihe von Verlagsdirektoren leitete. 1967 übernahm ihr Sohn Fritz Neruda die Leitung, der das Repertoire weiter ausbaute. Völlig unerwartet verstarb er 1991, und Wolfgang Neruda trat in die Geschäftsführung ein, nachdem er nach Abschluss seiner kaufmännischen Ausbildung bereits in einem Musikverlag und seit 1988 bei der "VVB" tätig gewesen war. Die Festigung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit ausländischen Verlagen, die persönliche Betreuung von Profi- und Amateurtheatern und die Ausweitung der Verlagstätigkeit auf den Bereich der neuen Medien stellten dabei einen Schwerpunkt der Tätigkeit dar. 1993 übernahm die "VVB" die Autoren und Werke des "textor theaterverlags" in ihr Programm, und daraus entstanden neue, spannende Projekte wie "Jim Knopf" als Musical oder eine Bühnenfassung von "Urmel aus dem Eis". Adaptionen von erfolgreichen Romanen oder Filmen finden sich heute ebenso im Programm wie Krimis, Komödien, moderne Klassiker und zeitgenössische Dramen.
Neben seiner verlegerischen Arbeit begann Wolfgang Neruda das Schreiben - zunächst unter Pseudonym, bald auch unter eigenem Namen - denn es gibt wohl kaum etwas Großartigeres im Theaterbereich, als die Phantasiegestalten, die man sich ausgedacht hat, plötzlich leibhaftig auf der Bühne Gestalt annehmen zu sehen.

Mareike Jonas und Wolfgang Neruda spinnen aus dem gruseligen Stoff um das Doppelleben Dr. Jekylls einen Thriller um die Ur-Frage nach Gut und Böse. Einen Weg aus dem Dilemma weisen sie nicht, vielmehr liefern sie „eine bizarre Konfrontation mit diesem menschlichen Kern-Thema, aufgerollt am Motiv des Doppelgängers.“ (Südwest Presse; 14.06.2011 / Ulm, Theater in der Westentasche). Die Textfassung verwebt gekonnt poetische Momente mit mörderischen Szenen und findet eine angemessene Form, um dem Thriller und seinem philosophischen Hintergrund gerecht zu werden. Mit der Uraufführung im Norderstedter Theater Pur konnte das Stück einen „triumphalen Erfolg“ feiern (Hamburger Abendblatt; 02.11.2010). Jackie und Hyde , Mörderisch gutes Theater 06.11.2012

März 1899: Der erfolgreiche Autor Karl May sitzt auf gepackten Koffern. Mit seinem Verleger, seiner Ehefrau und einer Freundin, die kurze Zeit später seine zweite Ehefrau werden wird, soll es nun endlich losgehen Richtung Orient, um die Stätten seiner angeblichen Abenteuer einmal wirklich und in Farbe zu sehen. Der unerwartete Besuch eines Gerichts-Assessors bei dem vorbestraften Hochstapler kommt da mehr als ungelegen und setzt eine Komödienmaschinerie in Gang, bei der Silberbüchse, Bärentöter und Henrystutzen ebenso zum Einsatz kommen wie hanebüchene Ausreden, falsche Identitäten und weibliche List. Die Orientreise, die den Hintergrund dieser Komödie bietet, hat wirklich stattgefunden. Auch der Verleger von Karl May ist eine historische Person. Die Autoren halten sich ganz im Sinne von Karl May natürlich streng an die Fakten, aber eine Geschichtsstunde wird es nicht – schon eher eine quietschvergnügte Geschichtenstunde. Nur die Figur des Assessors Friedmund Seug taucht in der Autobiografie von Karl May und auch sonst nirgends auf – und das hat auch seinen Grund. – Ein schönes Stück für alle, die ein Faible für Karl May und eine gesunde Portion Humor besitzen! Manitu drückt ein Auge zu , Bestseller & Newcomer 04.02.2014

Das „aufregende Spiel mit Erwartungshaltungen“ (Kölner Stadt-Anzeiger; 02.11.2013 / Bensberg, UFO) und die haarsträubend spannende Geschichte verschaffen allen Beteiligten garantiert einen unvergesslichen Theaterabend. Unter freiem Himmel konnte man den Thriller bislang sehr wirkungsvoll bei der Sommer-Produktion des Ulmer Theaters in der Westentasche verfolgen. Dazu hieß es in der Presse sehr treffend: „Poetische Momente und mörderisches Drama durchdringen sich, angezettelt von der ehrgeizigen Forscherin Jaqueline Heinrich, die hofft, das Böse abschalten zu können. ... Schwarz-weiß, böse-gut: Wie unverrückbar sind unsere Maßstäbe, fragt Thomas Dentler als Jackies Assistent Udo im Epilog. Eine philosophische Frage, der sich das Stück bizarr, rätselhaft und schließlich überraschend nähert.“ (Südwest Presse; 14.06.2011) Jackie und Hyde , Theater unter freiem Himmel 03.09.2014