Sofie Köhler

Kritzelei, Stichpunkte, Sätze, Texte – schon seit ich gelernt habe, Buchstaben zur Sinnhaftigkeit zusammenzufügen, schreibe ich Gedanken nieder. Zuerst nur für mich, heimlich, still und leise in quietschbunten Tagebüchern. Während der Teenagerzeit dann auch vor Publikum. Als Sängerin in zwei Bands zu fungieren, gab mir die Chance, meine Fantasie zu den Melodien spielen zu lassen und daraus erste eigene Songtexte zu verfassen. Es ging um viel Liebeskummer, versteht sich.
Doch das war nicht genug. Ein Menschenkopf allein reicht nicht aus, die alltäglichen Dinge des Lebens festzuhalten. Vor allem nicht, wenn dieser dann auch noch beginnt, Welten zu schaffen, Charaktere zu formen und Handlungen zu spinnen. Mir reichte schon der Blick auf ein Bild der spanischen Künstlerin Victoria Francés und sofort begann es hinter meiner Stirn zu toben. So zog es sich wie ein roter Faden über die Jahre durch mein Leben. Ich schaue auf ein Bild, ich höre ein Lied, ich beobachte Menschen, mein Kopf denkt weiter, meine Hand nimmt den Stift. Für mich macht es kaum einen Unterschied, ob ich dabei einen Prosatext, einen Songtext oder nur Wortfetzen zu Papier bringe – oder in die Word Datei. Selbst an Lyrik habe ich mich versucht.
Das einzige, was mir noch fehlte, war ein Theaterstück. Selbst Dialoge lernen und diese auf der Bühne leidenschaftlich wiederzugeben, das war bisher eher mein Metier. mehr anzeigen

Kritzelei, Stichpunkte, Sätze, Texte – schon seit ich gelernt habe, Buchstaben zur Sinnhaftigkeit zusammenzufügen, schreibe ich Gedanken nieder. Zuerst nur für mich, heimlich, still und leise in quietschbunten Tagebüchern. Während der Teenagerzeit dann auch vor Publikum. Als Sängerin in zwei Bands zu fungieren, gab mir die Chance, meine Fantasie zu den Melodien spielen zu lassen und daraus erste eigene Songtexte zu verfassen. Es ging um viel Liebeskummer, versteht sich.
Doch das war nicht genug. Ein Menschenkopf allein reicht nicht aus, die alltäglichen Dinge des Lebens festzuhalten. Vor allem nicht, wenn dieser dann auch noch beginnt, Welten zu schaffen, Charaktere zu formen und Handlungen zu spinnen. Mir reichte schon der Blick auf ein Bild der spanischen Künstlerin Victoria Francés und sofort begann es hinter meiner Stirn zu toben. So zog es sich wie ein roter Faden über die Jahre durch mein Leben. Ich schaue auf ein Bild, ich höre ein Lied, ich beobachte Menschen, mein Kopf denkt weiter, meine Hand nimmt den Stift. Für mich macht es kaum einen Unterschied, ob ich dabei einen Prosatext, einen Songtext oder nur Wortfetzen zu Papier bringe – oder in die Word Datei. Selbst an Lyrik habe ich mich versucht.
Das einzige, was mir noch fehlte, war ein Theaterstück. Selbst Dialoge lernen und diese auf der Bühne leidenschaftlich wiederzugeben, das war bisher eher mein Metier. Nie habe ich darüber nachgedacht selbst ein Stück zu schreiben. Zu großen Respekt hatte ich vor all den erfahrenen AutorInnen, die ein Publikum bis zur letzten Minute fesseln können. Doch was raus muss, muss raus. Dialoge müssen gesprochen, menschliche Beziehungen dargestellt, Komödien und Dramen erlebbar gemacht werden. Dafür braucht es AutorInnen, die ein Gerüst bauen. Eine Vorlage aus Worten, die die Richtung vorgeben. Und hier sehe ich mich – ein Mensch, der Welten niederschreibt, um anderen Menschen das Tor zu diesen Welten zu öffnen.

Dreißig!   3D 2H 1Dek

Dörtig!   3D 2H 1Dek Niederdeutsch

Der 30. Geburtstag markiert für viele wohl endgültig den Übergang vom Kind zum Erwachsenen – mit allem, was dazu gehört. In dieser Komödie erkennt Marie, dass das jugendliche Entdecken und Erleben mit dem 30. Geburtstag aber noch lange nicht abgeschlossen ist. Für das Publikum gibt es nicht nur viel zu lachen, Maries Eltern, die übervorsichtige Valerie und der ruhige Heinz, denen es schwerfällt, zu akzeptieren, dass ihr Kind nun flügge wird, dürften vielen Eltern nur allzu bekannt vorkommen. Das Ensemble wird abgerundet durch Maries Freund – oder auch nicht? – Tom sowie Valeries Mutter Klara, die zwar nominell schon voll im Rentenalter ist, aber immer wieder mit ihrer offenen Art überrascht und begeistert. Die Figuren kennt man zum Teil aus eigenem Erleben, es wird nicht sofort alles gesagt, sondern mit leichter Hand schön entwickelt und gespielt. Im Untergrund schwelt etwas von enttäuschten Hoffnungen und Erwartungen, aber das alles ist komödiantisch gut verpackt. Es sind oft die kleinen Geschichten, die das Potenzial haben, große Gefühle zu wecken, das gilt im Alltag ebenso wie auf der Bühne. Zum guten Schluss dieses durch und durch unterhaltsamen und kurzweiligen Stückes bleibt – nach viel Lachen – das Erkennen, dass Menschen sich ändern können. Dreißig! , Neues Spiel, neues Stück 17.09.2021

14.01.23   Dörtig!   Niederdeutsche Bühne Flensburg   24937 Flensburg Premiere

22.01.23   Dörtig!   Niederdeutsche Bühne Flensburg   24937 Flensburg

25.01.23   Dörtig!   Niederdeutsche Bühne Flensburg   24937 Flensburg

26.01.23   Dörtig!   Niederdeutsche Bühne Flensburg   24937 Flensburg

18.04.23   Dörtig!   Niederdeutsche Bühne Lübeck e.V.   23552 Lübeck Premiere

10.10.22   Dörtig!   Niederdeutsche Bühne Rendsburg   24768 Rendsburg Premiere

09.09.22   Dörtig!   Niederdeutsche Bühne Itzehoer Speeldeel e.V.   25524 Itzehoe Premiere

06.05.22   Dörtig!   Niederdeutsche Bühne Kiel   24116 Kiel Premiere

11.03.22   Dreißig!   Alemannische Bühne Freiburg e.V.   79098 Freiburg Premiere

Responsive image © WN