Max von Berg

Ende der 50er Jahre in Hannover geboren und dortselbst rechtschaffen aufgewachsen.
Nach Abitur und Studium Umzug ins damalige West-Berlin, zwecks Referendariats (am Gymnasium, Deutsch/Englisch) und Umgehung der Bundeswehr. Zweites Staatsexamen.
Dann nach Hamburg: Zunächst an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, anschließend zum NDR (Volontariat). Und nach einem kurzen Schlenker in Richtung Köln (DLF, Redakteur) ein mehr als 30-jähriges Intermezzo als freier Autor und Regisseur in der Hansestadt. Ein buntes Leben auf vier Beinen: Als Songtexter (z.B. für die Sesamstraße), als Konzepter (Roadshows, Messeauftritte, Imagefilme), als Autor (Hörspiele, Kinderhörspiele und Synchronbücher) sowie als Regisseur (und somit für die erfolgreiche Umsetzung der vorgenannten Disziplinen verantwortlich).
Ende 2015 Rückkehr nach Berlin. Seither Lehrer an einer Kreuzberger Grundschule. Frei nach dem Motto: Wozu denn die ganze Lebenserfahrung, wenn du sie nicht beizeiten mit anderen teilst?
ERNTEDANK/EN LEVEN MANN ist Max von Bergs erstes Theaterstück.

Erntedank   6H 1Dek

Thanksgiving   6H 1Dek Englisch

Im April 2016 feierte dieses „starke“ Stück (Hamburger Morgenpost; 19.04.2016) unter dem niederdeutschen Titel „En leven Mann“ seine viel beklatschte Uraufführung am Hamburger Ohnsorg-Theater. Als „stimmiges Ganzes“ lobte das NDR Abendjournal die Inszenierung, das Publikum äußerte sich nach der Premiere begeistert: „spannend bis zum Schluss“, „eine tolle Inszenierung“, „das muss man sich ansehen!“, war von vielen Seiten zu hören. Auch bei den Zeitungsrezensenten fand das Schauspiel großen Anklang: „Es ist ein gelungenes, warmherzig witziges Dokument über Altherren-Freundschaften, das Regisseur Frank Grupe liebevoll in Szene gesetzt hat“, lobte die „Welt“ (19.04.2016). Und auch das „Hamburger Abendblatt“ selbigen Datums sparte nicht mit Lob für den „ernsthaften und sehenswerten Abend“. Dafür sorgten nicht zuletzt die glaubwürdigen und vielschichtigen Charaktere des Schauspiels, die die Darsteller wunderbar auszufüllen wussten. Besonders überzeugt an „Erntedank“, wie perfekt ausbalanciert sich Leichtigkeit und Schwere hier begegnen, wie trockener Humor und ein großer Gefühlsreichtum sich die Hand reichen, ohne jemals ins Platte oder Sentimentale abzugleiten. Eine wunderbares Bühnenstück für ein Sextett erfahrener Darsteller und ein sehr eindrückliches Erlebnis für das Publikum. Erntedank , Großes Schauspiel auf den Spielplan! 09.11.2016

In die scheinbar heile Welt der Altherren-WG in der Bankiersvilla von Otto und seinen Freunden bricht die Vergangenheit mit aller Wucht ein und fordert einen Toten. Kurz darauf liegt ein Geständnis vor. Allein Kommissar Menke glaubt nicht an diese Wahrheit. Immer wieder verhört er einen der Herren, Siegbert, der eindeutig mehr weiß, als er zugibt. Doch Menke beißt auf Granit. Muss, soll er jetzt härtere Bandagen anlegen? Oder seine Zweifel vergessen? Fast wie nebenbei und doch sehr fein komponiert erzählt Max von Berg von einer bewegenden und beneidenswerten Männerfreundschaft, von dunklen Schatten aus der Vergangenheit und ebenso dunklen Wegen, wie diese sich Gerechtigkeit verschaffen. Der Kommissar als jüngerer Gegenpart sieht sich mit einer großen Herausforderung konfrontiert – und fällt am Ende eine menschliche Entscheidung. Ein tiefsinniges Stück, in dem Autor Max von Berg mit leichter Hand verschiedene Zeit- und Handlungsebenen verstrickt. Unter der heiteren Schilderung alltäglicher Sorgen alter Menschen strahlt eine Lebenserfahrung und Wärme hervor, die berührt. Wie diese erfahrenen Menschen mit einem Mord in ihrem Garten umgehen, erstaunt gleichermaßen. Eine hochinteressante Spurensuche in einer ebenso interessanten Besetzung, die ganz unaufgeregt grundlegende Fragen zum Alter, zur Selbstjustiz, zum gerechten Handeln aufwirft. Erntedank , Bestseller & Newcomer 04.02.2014

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